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Geldpolitik : Fed lässt Staatsanleihenkäufe im Herbst auslaufen

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Die amerikanische Notenbank Fed wird die Käufe von amerikanischen Staatsanleihen verlangsamen und im Herbst abschließen. Der geldpolitische Rat um den Vorsitzenden Ben Bernanke beschloss, das Programm angesichts der Stabilisierung der Wirtschaft nicht weiter aufzustocken.

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          Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) wird die Käufe von amerikanischen Staatsanleihen verlangsamen und im Herbst abschließen. Wie die Fed am Mittwoch im Anschluss an eine Sitzung ihres Offenmarktausschusses (FOMC) in Washington mitteilte, beschloss der geldpolitische Rat der Fed um den Vorsitzenden Ben Bernanke, den Erwerb von Anleihen im Volumen von 300 Milliarden Dollar bis Ende Oktober abzuschließen und das Programm nicht weiter aufzustocken. Ursprünglich sollten sämtliche Anleihen bis Mitte September gekauft werden.

          In der schriftlichen Begründung wiesen die Währungshüter darauf hin, dass die Wirtschaft ihre Talsohle offenbar erreicht habe und sich die Bedingungen an den Finanzmärkten weiter verbessert hätten. Ihrer Ansicht nach stabilisiert sich die Wirtschaft nun nach gut 20 Monaten in der Rezession. Auch die Bedingungen an den Finanzmärkten hätten sich weiter verbessert. Für übertriebene Zuversicht bestehe jedoch nach wie vor kein Anlass, da die Konjunktur weiter schwach, die private Nachfrage nach wie vor gedämpft und der Arbeitsmarkt stark von der Krise betroffen sei.

          Leitzinsen weiter unverändert

          Die Fed hatte sich im Frühjahr zum direkten Kauf von Staatsanleihen entschlossen in der Absicht, einen schnellen Anstieg der Kapitalmarktrenditen zu verhindern. Der Rat bekräftigte seine Absicht, bis zum Jahresende forderungsbesicherte Anleihen privater Gläubiger für bis zu 1,25 Billionen Dollar zu kaufen, um die Vergabe von Hypothekendarlehen in Schwung zu bringen.

          Bernanke und seine Kollegen stellten fest, dass sich die Konsumausgaben der Haushalte zuletzt zwar stabilisiert hätten, dass der private Verbrauch aber durch die hohe Arbeitslosigkeit und geringe Einkommenszuwächse belastet werde. Der Leitzins werde noch für geraume Zeit zwischen 0 und 0,25 Prozent betragen, versicherte der Rat der Fed.

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