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Wirtschaft wächst wieder : Finnland kommt aus seiner Rezession

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Am Fährhafen in Helsinki: Finnlands Wirtschaft hat wohl ihre längere Durststrecke hinter sich gelassen. Bild: dpa

Die längere wirtschaftliche Schwächephase hat einige Finnen sogar dazu gebracht, den Euro infrage zu stellen. Nun scheint das Wachstum zurück gekehrt.

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          Finnland hat seine wirtschaftliche Schwächephase offenbar überwunden. Die Wirtschaft des kleinen Eurolandes wuchs im vierten Quartal des vergangenen Jahres um 0,1 Prozent, wie aus revidierten Daten des finnischen Statistikamtes hervorgeht.

          In einer ersten Schätzung sagte die Prognostiker noch ein Minus von 0,1 Prozent voraus. Im gesamten Jahr 2015 legte die Wirtschaftsleistung damit um 0,4 Prozent zu.

          Für dieses Jahr erwartet die Europäische Kommission ein Plus von 0,5 Prozent. Damit sind die Wachstumsaussichten im Vergleich zu anderen Euroländer zwar niedrig - nur in Griechenland wird die Konjunktur nach Einschätzung Brüssels schwächer laufen.

          Das stark von Exporten abhängige Finnland leidet weiter unter den Spätfolgen der weltweiten Wirtschaftskrise und wird auch von der Rezession im benachbarten Russland beeinträchtigt. Finanzminister Alexander Stubb hatte Finnland sogar vor nichts allzu langer Zeit als „kranken Mann Europas“ bezeichnet.

          Infolgedessen war in dem Land etwas Stimmung aufgekommen dahingehend, die Mitgliedschaft in der Währungsunion zu überdenken. Mit dem Kalkül, dass eine eigene (abwertende) Währung ja schneller helfen könnte, die Rezession abzuschütteln. Womöglich hat sich das Problem jetzt ja schon so erledigt.

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