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Eurozone : Inflation auf Rekordniveau

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Der Preisauftrieb in Deutschland liegt unter dem Durchschnitt der Eurozone Bild: ddp

Die Preise in der Eurozone sind im Mai stärker gestiegen als bisher angenommen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Verbraucherpreise um 3,7 Prozent. Das war das höchste Niveau seit Bestehen der Europäischen Währungsunion.

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          Rasant steigende Ölpreise haben die Teuerung in den 15 Euro-Ländern auf Rekordhöhe schnellen lassen. Die Verbraucherpreise stiegen unerwartet deutlich um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebung 1997. Das Statistikamt Eurostat korrigierte damit am Montag seine frühere Schätzung von 3,6 Prozent nach oben. Im April hatte die Jahresteuerung noch 3,3 und im März 3,6 Prozent betragen.

          Größter Preistreiber waren die hohen Ölpreise. Ein Fass Rohöl kostete im Mai mit 135 Dollar zeitweise so viel wie nie zuvor. Aber auch zahlreiche Lebensmittel wurden teurer, weil einerseits die weltweite Nachfrage steigt und andererseits Produkte wie Mais zunehmend für die Herstellung von Biosprit genutzt werden.

          Höhere Inflationsraten wurden im Mai in praktisch allen Mitgliedstaaten der Eurozone verzeichnet. Am höchsten fiel dabei gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) die Teuerung in Slowenien (6,2 Prozent) und Belgien (5,1) aus, am niedrigsten war die Inflation in den Niederlanden (2,1) und in Portugal (2,8). Deutlich unter dem Durchschnitt des Währungsgebiet lag auch der Preisauftrieb in Deutschland (3,1).

          Wegen des starken Preisauftriebs will die Europäische Zentralbank (EZB) im Juli ihren Leitzins zum ersten Mal seit gut einem Jahr anheben (siehe Drei Prozent Inflation - und eine standhafte EZB). Die EZB sieht stabile Preise mittelfristig nur bei Inflationsraten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet.

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