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Euro-Raum : DZ-Bank-Indikator zeigt wachsende Unsicherheit

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Bild: F.A.Z.

Die Unsicherheit über die Tragfähigkeit des Aufschwungs in Europa hat sich im März weiter verstärkt. Das zeigt der Euro-Indikator der DZ Bank.

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          Die Unsicherheit über die Tragfähigkeit des Aufschwungs in Europa hat sich im März weiter verstärkt. Der Euro-Indikator der DZ Bank, der frühzeitig Informationen über die Konjunkturentwicklung liefert, ist gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent auf 103,5 Punkte zurückgegangen. Damit war die Änderungsrate des Indikators in drei der vergangenen vier Monate negativ.

          Aufgrund der schwachen Entwicklung im Frühjahr 2003 (Irak-Krieg) ist die Jahresrate jedoch weiter angestiegen. Nach 1,3 Prozent im Februar beträgt sie nun 1,6 Prozent. Der Rückgang des Euro-Indikators im März ist nicht auf einzelne, negative Konjunkturdaten zurückzuführen. Die Abschwächung hat fast alle Komponenten des Indikators erfaßt. Zumindest die Entwicklung an den Finanzmärkten wurden von den Terroranschlägen in Madrid beeinflußt. Die Differenz zwischen kurz- und langfristigen Zinssätzen an den Kapitalmärkten ist dadurch merklich geschrumpft, was im abgelaufenen Monat zum stärksten negativen Impuls für den Euro-Indikator führte. Ob die Anschläge auch negative Auswirkungen auf die Stimmungsindikatoren hatten, die im Auftrag der EU-Kommission bei Unternehmen und Verbrauchern erhoben werden, kann noch nicht abschließend beurteilt werden, da ein Großteil der Befragungen bereits vor dem 11. März abgeschlossen war. Nach den Berechnungen der Kommission sind die Produktionserwartungen im Verarbeitenden Gewerbe, die im vergangenen Monat noch überraschend angestiegen waren, im März wieder leicht gesunken. Die Entlastung der Exportunternehmen durch den schwächeren Euro-Kurs hat sich nicht positiv bemerkbar gemacht.

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