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Konjunktur : EU erwartet nur wenig Wachstum in Griechenland

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Zu Jahresbeginn waren die Aussichten für das Wirtschaftswachstum in Griechenland noch deutlich besser. Bild: dpa

Griechenland verhandelt mit seinen Geldgebern neue Hilfen. Nun senkt die EU-Kommission ihre Wachstumsprognose drastisch. Zuversichtlicher ist sie für zwei große Euroländer.

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          Die EU-Kommission erwartet ein deutlich geringeres Wirtschaftswachstum in Griechenland in diesem Jahr als vor drei Monaten. In ihrer an diesem Dienstag veröffentlichten Frühjahrs-Prognose sagt sie für das laufende Jahr nur noch ein Plus der Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent voraus - noch Anfang Februar hatte Brüssel 2,5 Prozent Zuwachs vorhergesagt. Für das kommende Jahr sagt die Kommission nun eine Wachstumsrat von 2,9 Prozent voraus; zuvor waren es 3,6 Prozent gewesen.

          Optimistischer sind die Wirtschaftsforscher in Brüssel hingegen für Frankreich und Italien. Frankreichs Konjunktur wird laut der neuen Prognose Fahrt aufnehmen. Die zweitgrößte Volkswirtschaft
          der Währungsunion werde 2015 um 1,1 Prozent wachsen und im kommenden Jahr um 1,7 Prozent. Der konjunkturellen Rückenwind
          wird der Kommission zufolge insbesondere durch konsumfreudige Verbraucher erzeugt: „Nach drei Jahren wirtschaftlichen
          Stillstands spricht das aufgehellte Verbrauchervertrauen für Wachstum.“

          In Italien wird die Wirtschaftsleistung der Schätzung zufolge nach drei rückläufigen Jahren nun um 0,6 Prozent zulegen. Für das nächste Jahr 2016 erwartet die EU-Kommission für die drittgrößte Euro-Volkswirtschaft sogar ein Plus von 1,4 Prozent. Als wichtige Triebfeder für den italienischen Aufschwung sieht die Brüsseler Behörde den Export. Der niedrigere Euro-Kurs wirke sich positiv aus, weil er italienische Produkte im Dollar-Raum billiger mache.

          Auch für die Währungsunion insgesamt ist die EU-Kommission optimistischer. Die Euro-Wirtschaftsleistung werde diese Jahr um 1,5 Prozent wachsen, im nächsten Jahr um 1,9 Prozent. Auch für den Euroraum insgesamt wirkten sich der niedrigere Außenwert der Währung und der gesunkene Ölpreis positiv aus.

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