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Um 30 Milliarden Euro : Deutscher Staat baut erstmals seit 1950 Schulden ab

  • Aktualisiert am

Die Schuldenuhr tickt nicht mehr unaufhörlich Bild: dpa

Bund, Länder und Kommunen haben ihre Schulden um 1,5 Prozent abgebaut. Sie werden die Altlasten der Finanzkrise los. Doch es bleibt der deutsche Schuldenberg in Höhe von 2 Billionen Euro.

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          Der Schuldenberg des deutschen Staates ist im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit 1950 geschrumpft. Die Verbindlichkeiten von Bund, Ländern, Kommunen und gesetzlicher Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte nahmen um 30,3 Milliarden Euro oder 1,5 Prozent ab, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Insgesamt steht der Staat bei privaten Gläubigern und Kreditinstituten aus dem In- und Ausland noch mit knapp 2,04 Billionen Euro in der Kreide.

          „Der Rückgang des Schuldenstandes fand auf allen Ebenen des öffentlichen Gesamthaushaltes statt“, erklärten die Statistiker. Die Verbindlichkeiten der Sozialversicherung sanken mit 5,2 Prozent auf 631 Millionen Euro am stärksten. Bei den Ländern gab es  ein Minus von 3,1 Prozent auf 624,9 Milliarden Euro, beim Bund von 0,8 Prozent auf 1277,3 Milliarden Euro. Der Rückgang bei den Kommunen fiel mit 59 Millionen Euro auf 135,1 Milliarden Euro marginal aus.

          Bund und Länder profitierten von der Entwicklung der Bad Banks FMS Wertmanagement und Erste Abwicklungsanstalt , in die die toxischen Wertpapiere und Kredite der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate und der WestLB ausgelagert wurden. Ein Teil davon konnte verkauft werden, weil Finanzinvestoren mit großem Risikoappetit mit dem Abflauen der Krise auf den Markt zurückgekehrt sind. Dadurch konnte die Bilanzsumme geschrumpft und der Schuldenstand reduziert werden.

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