https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/2.1687/deutsche-wirtschaft-waechst-stark-wie-seit-4-jahren-nicht-13490403.html

Konjunktur : Deutsche Wirtschaft wächst so stark wie seit vier Jahren nicht

  • Aktualisiert am

Wenn das eine ins andere greift - Wirtschaftswachstum in Deutschland. Bild: dpa

Die deutsche Wirtschaft wächst nach Ansicht der Konjunkturforscher des DIW derzeit so stark wie seit 2011 nicht mehr. Das Vier-Jahres-Hoch beim Wirtschaftswachstum bringe in diesem Jahr rund 300.000 neue Stellen.

          1 Min.

          Die Berliner Forscher erwarten in diesem Jahr einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 2,2 Prozent, wie sie am Mittwoch in ihrer neuen Prognose mitteilten. Anzeichen einer Überhitzung sehen die Experten aber nicht, da wichtige Absatzmärkte wie der Euro-Raum und China sich nur schwach entwickelten.

          Schwung komme vor allem von den Ausgaben der Verbraucher. DIW-Präsident Marcel Fratzscher erwartet ein kräftiges Wachstum - „dank des starken Arbeitsmarktes“, aber auch der niedrigen Energiepreise und des schwächeren Euros. Die Investitionen dürften angesichts der trüberen Absatzchancen und der weiterhin großen Risiken für die weltweite Konjunktur nur vergleichsweise moderat zulegen.

          Mindestlohn habe keinen Einfluss auf die Beschäftigung

          Für 2015 rechnen die Experten mit rund 300.000 neuen Jobs und für 2016 mit weiteren 200.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Die befürchteten negativen Beschäftigungsauswirkungen des seit Januar geltenden gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro seien bislang ausgeblieben, erklärte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Allerdings hätten einzelne Branchen wie chemische Reinigungen oder das Taxigewerbe ihre Preise erhöht.

          Für das nächste Jahr rechnen die Ökonomen mit einem Anziehen der Konjunktur um 1,9 Prozent. Dennoch seien die Risiken für die Erholung weiter hoch. Denn mangelnde Reformen oder eine Verschärfung der Ukraine-Krise könnten zu Verwerfungen an den Finanzmärkten führen. Zudem könnte eine „plötzliche“ oder stärker als erwartete Anhebung der US-Leitzinsen für Kapitalabflüsse aus den Schwellenländern sorgen. Zudem bestehe unverändert die Gefahr, dass der Euro-Raum in eine konjunkturschädigende Deflation rutscht. Solch ein Preisverfall auf breiter Front führt oft dazu, dass sich Verbraucher mit Konsum und Firmen mit Investitionen zurückhalten.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Nicht alle können jubeln: die Spitzenkandidaten Kutschaty, Neubaur, Stamp und Wüst am Sonntagabend im Landtag in Düsseldorf

          Nach der NRW-Wahl : Wie stabil ist die Ampel?

          Die FDP klagt über ihr mageres Ergebnis in Nordrhein-Westfalen, auch die SPD ist unzufrieden. Nur die Grünen glänzen, aber jubeln still. Denn die Ampel soll nicht flackern. Kanzler Scholz will die Ampel-Option in NRW nicht ausschließen.
          Selbst Stehplätze sind rar am Juhu Beach von Mumbai, wenn eine Gluthitze wie in beiden vergangenen Wochen die Menschen zur Abkühlung ans Meer treibt.

          Hitzewelle in Südasien : Wie feuchte Hitze zum Killer wird

          Lebensfeindliche Hitzewellen wie derzeit in Südasien werden wahrscheinlicher, und im Zusammenspiel mit feuchter Luft könnten sie Teile des Planeten unbewohnbar machen. Forscher tasten sich an die Grenzen des Ertragbaren heran.
          Die Corona-Pandemie verändert die Situation sowohl für die Medizin-Auszubildenden als auch für schon praktizierende Ärzte.

          Mediziner in der Pandemie : Was bekommen wir für Ärzte?

          Die Pandemie hat immense Auswirkungen auf die Ausbildung zukünftiger Mediziner. Ein Assistenzarzt und eine Medizinstudentin erzählen, wie das Virus dazu geführt hat, dass sie weniger lernen und welche Sorgen sie sich für die Zukunft machen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.
          Kapitalanalge
          Erzielen Sie bis zu 5% Rendite
          Sprachkurse
          Lernen Sie Englisch
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis