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Bilanz der Händler : Das Weihnachtsgeschäft läuft nur in Großstädten gut

  • Aktualisiert am

In Stuttgart ist was los. Bild: dpa

Die Deutschen kaufen vor Weihnachten viel ein. Aber nicht in den Kleinstädten. Es muss schon eine große Fußgängerzone mit langen Öffnungszeiten und Weihnachtsmarkt sein.

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          Nur in mittleren und großen Städten sind die Einzelhändler mit dem bisherigen Weihnachtsgeschäft zufrieden. Am vierten Adventssamstag seien mehr Kunden in die Innenstädte geströmt als an den Wochenenden zuvor, berichtete der Einzelhandelsverband HDE am Sonntag. Ende vergangener Woche hatten Marktforscher noch festgestellt, dass die Deutschen so gerne konsumieren wie seit sechs Jahren nicht.

          Von dem Andrang profitierten besonders mittlere und größere Städte mit längeren Öffnungszeiten, größerer Auswahl und stimmungsvollen Weihnachtsmärkten. In kleineren Städten und Nebenlagen sei der Kundenzulauf dagegen eher schwach gewesen, beklagte der HDE.

          Die Einzelhändler rechnen im Schlussspurt vor Weihnachten mit einem großen Kundenandrang und guten Umsätzen. „Am Montag vor Weihnachten und am Heiligen Abend kaufen noch viele Last-Minute-Shopper ein“, erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Nächster Höhepunkt im Weihnachtsgeschäft seien dann die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr. „Dann haben viele Kunden Urlaub und somit Zeit, ihre Bargeld-Geschenke oder Gutscheine einzulösen.“ In diesem Jahr werden die Deutschen dem Verband zufolge Gutscheine im Wert von rund zwei Milliarden Euro verschenken.

          Insgesamt erwarte der HDE für die Monate November und Dezember einen Umsatz von 80,6 Milliarden Euro, im Vergleich zum Weihnachtsgeschäft im Vorjahr ist das ein Plus von 1,2 Prozent. Auf den Online-Handel entfalle dabei ein Umsatz von 8,5 Milliarden Euro, das entspreche einer Steigerung um 15 Prozent.

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