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Bankenkrise droht : IWF besorgt über Chinas Unternehmensschulden

  • Aktualisiert am

David Lipton Bild: AFP

Der IWF fürchtet, dass die Unternehmensschulden in China Überhand nehmen - immerhin liegen sie bei 145 Prozent der Wirtschaftsleistung. Droht eine Bankenkrise in der Volksrepublik?

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          China muss nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) schnell etwas gegen die Schulden seiner heimischen Unternehmen tun. Diese gehörten zu den größten Gefahren für die chinesische Wirtschaft, sagte der stellvertretende IWF-Chef David Lipton am Wochenende in einer Rede vor Ökonomen in der Metropole Shenzhen.

          Letztlich könnten sie das Wirtschaftswachstum senken oder eine Bankenkrise auslösen – „oder beides“. „Die Schuldenprobleme der Firmen können zu den systemischen Schuldenproblemen von morgen werden."

          Seit diesem Sonntag ist auch die deutsche Kanzlerin in China. Angela Merkel (CDU) war am späten Samstagabend zu einem dreitägigen Besuch in der Volksrepublik aufgebrochen. Begleitet wird sie von sechs Ministern und fünf Staatssekretären sowie hochrangigen Unternehmern. Am Montag stehen in Peking die vierten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen auf dem Programm. Am Dienstag besucht Merkel ein BMW-Werk in Shenyang.

          Hohe Verschuldung der Unternehmen

          Laut Lipton liegen die Unternehmensschulden in der Volksrepublik derzeit bei rund 145 Prozent der Wirtschaftsleistung. Besonders hoch seien sie bei Staatsfirmen. Um die Verschuldung unter Kontrolle zu bringen, müsse die Regierung in Peking die Regeln für eine gute Unternehmensführung (Corporate Governance) verbessern.

          Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hinter den Vereinigten Staaten ist im vergangenen Jahr so langsam gewachsen wie seit 25 Jahren nicht. China kämpft mit steigenden Schulden und in vielen Bereichen mit Überkapazitäten.

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