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Für 2016 : Außenhandel rechnet mit Exportrekord

  • Aktualisiert am

Container im Hamburger Hafen: Die Unternehmen rechnen mit steigenden Exporten. Bild: dpa

Die Unternehmen exportieren überraschend viel. Der Außenhandelsverband erwartet ein Plus von bis zu 4,5 Prozent. Für langfristig positive Aussichten sei TTIP jedoch von großer Bedeutung.

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          Der deutsche Außenhandel steuert trotz der schwächelnden Weltwirtschaft auf einen Exportrekord zu. Der Branchenverband BGA rechnet in diesem Jahr mit einem Anstieg der Ausfuhren um bis zu 4,5 Prozent auf 1250 Milliarden Euro. Die Importe dürften um bis zu 4 Prozent auf 986 Milliarden Euro zulegen. Diese Leistung sei umso höher zu bewerten, angesichts der zunehmenden Risiken weltweit, sagte BGA-Präsident Anton Börner. „Der globale Wachstumspfad kommt zwar nicht zum Erliegen, jedoch wird er empfindlich abgebremst.“

          Mit Blick auf die erhofften Geschäfte mit Iran nach der Beilegung des Atomstreits kritisierte Börner, dass „die in den vergangenen Monaten in der europäischen Wirtschaft vorherrschende Goldgräberstimmung“ nun durch fehlende Finanzierungsmöglichkeiten ausgebremst werde. Alle Beteiligten seien überaus zurückhaltend. Grund seien die hohen Strafen, die deutsche Banken für Iranfinanzierungen gezahlt hätten, obwohl sie nicht gegen das deutsche Außenwirtschaftsrecht oder europäische Embargoverordnungen verstoßen hätten. Vielmehr seien sie „in den Bereich der exterritorial wirkenden amerikanischen Sanktionen“ hineingeraten, sagte der Außenhandelschef.

          Für Unsicherheit sorgt Börner zufolge auch die fehlende Bereitschaft einiger großer EU-Länder, dringend nötige Strukturreformen auf den Weg zu bringen. Zudem seien die Exporte nach China erstmalig wieder zurückgegangen. Die mangelnden Rohstoffeinnahmen und der Wechselkursverfall hätten die russische Wirtschaft deutlich stärker getroffen als alle Sanktionen. Während 2012 die Exporte nach Russland laut Börner noch 38 Milliarden Euro betrugen, beliefen sie sich 2015 nur noch auf knapp 22 Milliarden Euro. Sie hätten sich damit innerhalb weniger Jahre fast halbiert.

          Der Anteil der Exporte in die Euroländer sei von 47 Prozent im Jahr 1995 auf 36 Prozent im Jahr 2015 gesunken. „Nicht von ungefähr haben die Vereinigten Staaten von Amerika Frankreich als größten Kunden für deutsche Produkte abgelöst“, sagte Börner. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten seien im vergangenen Jahr um 19 Prozent und damit um 18 Milliarden auf 114 Milliarden Euro geklettert. Ein erfolgreicher Abschluss des Freihandelsabkommen Abkommens TTIP zwischen den Vereinigten Staaten und der EU sei daher wichtig. „Es bedeutet einen Gewinn an Wohlstand, Sicherheit und Stabilität, den wir nicht aus diffusen Ängsten kaputt machen sollten.“ Die EU-Kommission müsse Kurs halten und sich gegen eine Abschottungspolitik wehren.

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