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Außenhandel : Deutschland exportiert weniger

  • Aktualisiert am

Am Containerterminal in Bremerhaven Bild: dpa

Erstmals seit der schweren Rezession im Jahr 2009 verkauft Deutschland weniger ins Ausland. Sinkt damit auch der Exportüberschuss, über den sich andere Länder immer wieder beklagen? Nein.

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          Deutschlands Exportwirtschaft hat zum Jahresende 2013 einen Rückschlag erlitten. Die Ausfuhren sanken im Dezember verglichen mit dem Vormonat um 0,9 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit. Zuvor befragte Ökonomen hatten damit gerechnet, dass sie um knapp 1 Prozent gewachsen waren.

          Erstmals seit der infolge der Finanzkrise ausgelösten Rezession im Jahr 2009 gingen zudem die Ausfuhren im Gesamtjahr zurück. Insgesamt verkauften die Firmen Waren und Dienstleistungen im Wert von knapp 1,1 Billionen Euro ins Ausland - das sind 0,2 Prozent weniger als 2012.

          Vergleichsweise schwach lief das Geschäft mit den anderen Ländern in der Euro-Währungsunion, aber auch Länder außerhalb Europas kauften weniger Produkte „Made in Germany“. Viele Firmen senkten angesichts der schwächeren Nachfrage die Preise.

          Für das laufende Jahr erwartet der deutsche Exportverband BGA indes wieder wachsende Ausfuhren - er geht von einem Zuwachs von etwa drei Prozent aus. Weil im vergangenen Jahr die Einfuhren allerdings noch stärker als die Exporte sanken, erzielte die Bundesrepublik einen Handelsüberschuss von beinahe 200 Milliarden Euro. „Das war der höchste Wert seit Erhebung der Außenhandelsstatistik“, erklärten die Statistiker.

          Die deutschen Importe sanken im Dezember verglichen mit dem Vormonat um 0,6 Prozent - auch hier hatten Ökonomen eher mit einem leichten Zuwachs gerechnet. Der Außenhandelsüberschuss betrug im Schlussmonat des vergangenen Jahres kalender- und saisonbereinigt rund 18,5 Milliarden Euro.

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