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Deutschlands Arbeitsmarkt : Herbstaufschwung lässt Beschäftigung sprudeln

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Die Herbstbelebung hat mehr Menschen in Lohn und Brot gebracht Bild: dpa

Der deutsche Arbeitsmarkt erweist sich weiter sehr robust: Seit Jahresbeginn haben mehr als eine Million Menschen Arbeit gefunden. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren.

          Zum ersten Mal liegt die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland über 43 Millionen. Im Oktober seien 43,006 Millionen Menschen erwerbstätig gewesen, 408.000 oder 1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Im Vergleich zum September habe die Steigerung „infolge der Herbstbelebung“ 110.000 Personen oder 0,3 Prozent betragen. Würden die üblichen jahreszeitlichen Schwankungen herausgerechnet, betrage das Plus im Monatsvergleich noch 33.000 oder 0,1 Prozent.

          Den Statistikern zufolge fiel die Steigerung im Vorjahresvergleich leicht überdurchschnittlich aus. Seit Januar 2014 ist die Zahl der Erwerbstätigen jeden Monat weiter gestiegen. Sie legte seit Jahresbeginn um fast eine Million zu.

          Zugleich ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im November zurück gegangen - und zwar um 16.000 auf rund 2,7 Millionen. Damit sind 89.000 Menschen weniger auf Jobsuche als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 6,3 Prozent.

          Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte:
          „Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im November weiter
          zurückgegangen. Somit hat sich der Arbeitsmarkt trotz verhaltenen
          Wirtschaftswachstums günstig entwickelt.“ Ein Rückgang im November
          sei üblich, er sei in diesem Jahr aber stärker ausgefallen als im
          Vorjahr.




          Die Zahlen sind umso erfreuliche als die deutsche Wirtschaft derzeit eine konjunkturelle Schwächephase durchlebt. Im Frühjahr war das Bruttoinlandsprodukt leicht geschrumpft und im Sommer nur minimal gestiegen. Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen schlagen sich üblicherweise aber erst mit einer Verzögerung von rund einem halben Jahr am Arbeitsmarkt nieder.

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