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Aktuelle Umfrage : Betriebe sind für 2014 optimistisch wie lange nicht mehr

Gute Aussichten: Viele Branchen erwarten, dass es 2014 rund läuft. Bild: dapd

So positiv sahen die Wirtschaftsverbände selten in das neue Jahr: Laut einer Studie des Forschungsinstituts IW rechnen 34 von 48 Branchen mit Produktionsanstiegen oder höheren Umsätzen. Für Unmut sorgt aber der Koalitionsvertrag.

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          Die deutsche Wirtschaft erwartet auch im neuen Jahr ein Anhalten des Aufwärtstrends. Das folgert das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) aus den Antworten auf seine traditionelle Verbandsumfrage. Für ihre Mitglieder erwarten die meisten der befragten 48 Verbände bessere Geschäfte und etwas höhere Investitionen als 2013. Von einer positiveren Stimmung im Vergleich zum Vorjahr hätten 26 der 48 Verbände zum Jahreswechsel berichtet, hält das IW fest.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Lediglich in sieben Branchen, darunter Bergbau und Energiewirtschaft, habe sich die Stimmung verschlechtert. Dagegen rechneten die Betriebe in 34 von 48 Wirtschaftszweigen 2014 mit einem Produktionsanstieg oder höheren Umsätzen als im abgelaufenen Jahr.

          IW-Direktor Michael Hüther wertete das als erfreulich. „Schon lange nicht mehr hat die deutsche Wirtschaft so positiv in die Zukunft geschaut.“ Ohne die Unsicherheiten, die der unzureichende Koalitionsvertrag berge, wäre das Ergebnis noch besser ausgefallen, sagte Hüther.

          Gründe für den Optimismus der Verbände seien die robuste Inlandsnachfrage sowie die Tatsache, dass im Euroraum viele Zeichen auf Besserung stünden. Daran änderten auch schwächere Wachstumsimpulse aus den Schwellenländern Asiens und Südamerikas nichts. „Deshalb werden die Betriebe in den meisten Wirtschaftssparten 2014 wohl zumindest in gleichem Maße investieren wie im vergangenen Jahr.“

          In 16 Branchen wollen die Unternehmen ihr Investitionsbudget sogar aufstocken. Ein großer Beschäftigungsaufwuchs sei damit aber nicht verbunden. Denn die Zahl der Verbände, die Personalaufbau oder -abbau erwarten, halte sich mit jeweils zehn die Waage. Unter den Branchen steche der Maschinenbau hervor, der sich auf gute Geschäfte aus dem Investitionsbedarf vieler Betriebe einstelle. Die Bauindustrie wiederum profitiere vom Immobilienboom.

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