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Verband warnt : 180.000 Arbeitsplätze unter Freiberuflern in Gefahr

  • Aktualisiert am

Freiberufler protestieren in Mai 2020 vor dem Bundeswirtschaftsministerium in Berlin. Bild: dpa

Einer Studie des Instituts für Freie Berufe zufolge leidet jeder zweite Freiberufler in Deutschland unter der Corona-Krise. Ihr Verband fordert weitere Hilfen vom Staat.

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          Jeder zweite Freiberufler in Deutschland ist einer Umfrage zufolge von der Corona-Krise stark oder sehr stark betroffen. Jedes achte Unternehmen (12,3 Prozent) befürchte zudem, das kommende Jahr nicht zu überstehen: Das ist das Ergebnis einer Studie, über die zuerst die „Rheinischen Post“ berichtet hatte

          Das Institut für Freie Berufe hatte im Auftrag des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB) im September knapp 1900 selbstständige Freiberufler befragt. Gut jeder zehnte Freiberufler musste demnach während der Pandemie schon Mitarbeiter entlassen. Jeder vierte Freiberufler befürchtet, sich bis zum Jahresende 2020 von Mitarbeitern trennen zu müssen. Weitere fünf Prozent erwarten dies für das kommende Jahr.

          „Damit sind weitere 180.000 Stellen in der Branche in Gefahr“, sagte BFB-Präsident Wolfgang Ewer der Zeitung. Knapp 30 Prozent aller Freiberufler hätten die Überbrückungshilfen des Bundes genutzt. Ewer begrüßte die von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geplanten Nachbesserungen bei den Hilfen, forderte jedoch weitere Zuschüsse zum Lebensunterhalt speziell für Solo-Selbstständige und kleine Freiberufler-Einheiten.

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