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FAZ.NET-Sprinter : Noch sieben Tage und die Frage, ob Yoga helfen könnte

Unsere Sprinter-Autorin: Rebecca Boucsein Bild: Robert Wenkemann

Werden Sie langsam nervös wegen des Brexits? Oder nervt Sie das Theater? Ein britischer Parlamentarier jedenfalls weiß, was bei Stress zu tun ist. Was außerdem heute wichtig wird, steht im FAZ.NET-Sprinter.

          Was haben der Brexit und Yoga miteinander zu tun? Sie wissen es nicht? Zwar ist Wikipedia heute wieder online, doch die Enzyklopädie wird Ihnen bei dieser Frage nicht helfen. Die Lösung: Yoga entspannt – vielleicht auch aufgebrachte Parlamentarier, die sich im Unterhaus seit Monaten über den Austritt Großbritanniens aus der EU streiten. So jedenfalls die Theorie. „Very funny“, denken Sie jetzt wahrscheinlich. Aber nein: Das ist kein Scherz. Während Premierministerin May abermals nach Brüssel eilte, um eine Verschiebung des Austrittsdatums zu erwirken, schlug ein konservativer Politiker vor, Yoga könne bei der Entscheidungsfindung im Unterhaus helfen. Laut der Nachrichtenagentur The Press Association (PA) wurde herzhaft gelacht und über die gesundheitsfördernde Wirkung der indischen Praxis debattiert. Wozu noch trainieren?

          Rebecca Boucsein

          Redakteurin vom Dienst bei FAZ.NET.

          Die Parlamentarier haben offenbar längst die Ruhe weg. Dabei ist die Lage ernst: Am Abend versuchten die EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel wieder einmal einen Spagat, um das Chaos eines ungeordneten Brexits abzuwenden. Ergebnis: Die EU kann sich eine Verschiebung vom 29. März auf den 22. Mai vorstellen. Nächste Woche ist dann wieder das britische Unterhaus am Zug: Vielleicht führt die neue Gelassenheit dieses Mal zum Konsens? Gelingt dies nicht, sieht das zweite Szenario einen Aufschub bis zum 12. April vor. Bis zu diesem Zeitpunkt soll London darüber Aufschluss geben, wie es sich das weitere Verhältnis zur EU vorstellt. Sonst droht der No-Deal-Brexit. Echte Brexiteers kann der bekanntermaßen ohnehin nicht schrecken. Ihnen genügt der Blick auf die glorreiche Geschichte des Empires. Krisen habe es immer wieder gegeben, aber Großbritannien habe sie alle überstanden – ein schwaches Argument, wie Peter Sturm kommentiert.

          In Deutschland sollte sich die Politik derweil eigentlich für die anstehende Europawahl warmlaufen. Doch die letzte Etappe im Brexit-Rennen lenkt die Akteure ab. Acht Wochen bis zum Urnengang sind im Vergleich zu sieben Tagen, in denen Großbritannien weiter um einen „Deal“ ringt, eine gefühlte Ewigkeit, wie Johannes Leithäuser beobachtet hat.

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          Heute vor einer Woche richtete ein rechtsradikaler Australier in der neuseeländischen Stadt Christchurch in zwei Moscheen ein Blutbad an und versetzte Neuseeland in einen Zustand der Trauer. Mit zwei Schweigeminuten hat das Land heute der Opfer gedacht. Im Angesicht des Terrors tut sich seitdem die Regierungschefin Jacinda Ardern durch kluges und besonnenes Handeln hervor. Sie setzt um, was amerikanische Regierungen seit Jahrzehnten dank millionenschwerer Lobbyarbeit der Waffenindustrie versäumen und tritt Rechtsradikalen und Terroristen mit harten Waffengesetzen beherzt entgegen. Dabei sind Gewalt und Radikalismus nicht Sache der Neuseeländer.

          Ganz anders in Australien, dem Heimatland des Terroristen von Christchurch. Dort leisten Politiker Radikalen Vorschub, Rassisten tarnen sich als gute Staatsbürger. Einer von ihnen ist gar bekannt für die Forderung, in jedem australischen Klassenzimmer ein Bild von Adolf Hitler aufhängen zu lassen, beschreibt Till Fähnders in seiner Reportage. Auch die Niederlande stehen nach dem Anschlag von Utrecht unter Schock und kämpfen um Haltung. Auch hier soll der Täter aus einer „radikalen Überzeugung“ heraus gehandelt haben. Heute soll der Mann einem Richter vorgeführt werden. Seine türkische Abstammung ist Wasser auf die Mühlen von Rechtspopulisten. Nun wurden sie bei der Regionalwahl zwei Tage nach dem Anschlag auf Anhieb stärkste politische Kraft – und ihr Potential ist noch lange nicht ausgeschöpft. Das hat viel mit dem Spitzenkandidaten der neuen rechtspopulistischen Gruppierung „Forum voor Democratie (FvD, Forum für Demokratie) zu tun: Thierry Baudet, einem charismatischen Medienliebling, der einen „Nexit“ anstrebt.

          Und sonst? Wollen die europäischen Staats- und Regierungschefs am zweiten Tag ihres Gipfels das 25. Jubiläum des Europäischen Wirtschaftsraums EWR würdigen. Legt die Deutsche Bank ihren Geschäftsbericht vor. Gibt die Nationalmannschaft von Joachim Löw vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen die Niederlande eine Pressekonferenz.

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