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Wiedervereinigung eines Künstlerduos : Zwei Männer in einem Boot

Gerhard Richter und Sigmar Polke gelangen gemeinsam einige legendäre Aktionen. Ihre Schau in der Galerie h in Hannover 1966 wirkt immer noch nach. Jetzt belebt Christie’s die Erinnerung mit einer Schau der beiden Künstler in London.

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          Die Auktionsfirmen greifen immer weiter ein in die Domäne des Kunsthandels, der Galerien und auch der Museen. Als „the first two-man exhibition of Gerhard Richter und Sigmar Polke since 1966“ eröffnet jetzt Christie’s eine - immerhin ungewöhnliche - Ausstellung. Heute beginnt in den Räumen in Londons Stadtteil Mayfair eine Schau, die 69 Werke der beiden deutschen Großkünstler vereinigt, die aus dreißig Sammlungen zusammengebracht sind.

          Rose-Maria Gropp

          Redakteurin im Feuilleton, verantwortlich für den „Kunstmarkt“.

          Die Ansage gilt der - inzwischen legendären - Ausstellung, die Sigmar Polke (1941 bis 2010) und Gerhard Richter in der „Galerie h“ in Hannover vom 1. bis zum 26. März 1966 bestritten. Seither gab es keinen gemeinsamen Auftritt dieser einstigen Kombattanten mehr. Damals erschien eine gerade zwanzigseitige Katalogbroschüre „polke/richter“, die private (inszenierte) Fotografien, Textcollagen und Statements der beiden Künstler enthielt.

          Der umfangreiche Christie’s-Katalog druckt dieses Dokument des „Kapitalistischen Realismus“ wieder ab - was nicht ohne Pointe ist angesichts eines Markts, den nichts so wenig schert wie Kritik an Ideologien. Auch Dietmar Elger, seit 2006 Leiter des Gerhard-Richter-Archivs an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, hat einen Katalogbeitrag geliefert.
          Kein Wunder: Die ambitionierte Schau kann nicht die damals gezeigten Bilder versammeln – nur zwei davon, eines von Polke und eines von Richter, werden präsentiert - und muss also bis in die Gegenwart ausgreifen. Und auch kein Wunder: Rund die Hälfte der gezeigten Arbeiten steht zum Verkauf, zu Preisen von 4000 Pfund für Druckgraphik bis zu zehn Millionen Pfund für Gemälde. Der Markt ist ja immer offen für gute Angebote.

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