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Aktionäre unerwünscht : Wie Unternehmen ihre Investoren auf Distanz halten

Die Symbole für das Auf und Ab an der Börse schlechthin: Bulle und Bär vor der Börse in Frankfurt Bild: dpa

In vielen Unternehmen macht sich Börsenmüdigkeit breit: Aktionäre sind den Firmen lästig. Corona wird zur willkommenen Ausrede für virtuelle Hauptversammlungen.

          5 Min.

          Der Ärger ist groß bei Janne Werning, dabei ist er Ärger eigentlich gewohnt. Bis die Corona-Pandemie über die Welt kam, besuchte Werning im Auftrag der Fondsgesellschaft Union Investment regelmäßig die Hauptversammlungen der wichtigsten deutschen Unternehmen und sparte dort nicht mit Kritik. Im Namen der Fondsgesellschaft prangerte der Leiter der Abteilung „Stewardship“ öffentlich an, was schieflief in den Dax-Konzernen. Damit macht man sich unter Vorständen und Aufsichtsräten nicht die größten Freunde. „Aber man wurde zumindest wahrgenommen“, sagt Werning.

          Dennis Kremer
          Redakteur im Ressort „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das ist im mittlerweile dritten Jahr der Pandemie seiner Empfindung nach anders. „In einer Mischung aus Bequemlichkeit und Arroganz gehen viele börsennotierte Gesellschaften der Debatte konsequent aus dem Weg“, bemängelt Werning. In den Corona-Jahren 2020 und 2021 war es nur logisch, dass die Hauptversammlungen der Unternehmen rein virtuell stattfanden. War es damals ja ohnehin nicht möglich, viele Menschen an einem Ort zu versammeln. Die in Eile verabschiedeten Ausnahmeregelungen zu Onlinehauptversammlungen begrüßten darum auch die sonst so kritischen Aktionärsvertreter.

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