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Verunsicherte CSU : In der Defensive

  • -Aktualisiert am

Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder muss mit seiner CSU die Mitte wiederfinden. Bild: dpa

Von AfD-nah zu Kirchentag-Grün innerhalb von wenigen Tagen: Die sonst so stürmische CSU ist verunsichert. Sie braucht wieder festen Boden unter den Füßen. Ein Kommentar.

          Wenn jetzt in Bayern Landtagswahl wäre, käme die CSU auf nicht einmal vierzig Prozent. Jüngere Wahlen zeigen: Das muss noch nichts heißen, die zwölf Wochen bis zum 14. Oktober können eine Ewigkeit sein. Und Ministerpräsident Söder hat ja auch recht: Streit wie zuletzt nehmen die Wähler übel, zumindest der Seite, die als „Aggressor“ wahrgenommen wird. Doch je länger die Umfragewerte schlecht bleiben, desto mehr leiden das Selbstvertrauen und die Motivation, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass CSU-Stammwähler einem möglichen Koalitionspartner ihre Stimme geben. Die CSU hat aus dem Desaster in der Bundestagswahl den Schluss gezogen, dass sie kämpfen, dagegenhalten muss. So erklären sich ihre harschen Abgrenzungsversuche gegenüber der AfD („brauner Schmutz“) wie auch die Plakataktion gegen die Anti-CSU-Demonstration in München. Doch diese Bemühungen, Terrain zurückzuerobern, bergen die Gefahr, noch mehr davon zu verlieren.

          Die Partei hat mit vielen Problemen zu kämpfen: mit der Erosion der Volksparteien, mit der Veränderung der Wählerstruktur in Bayern, mit der Stärkung des rechten Rands, mit der Sozialdemokratisierung der CDU, mit dem Ende des Kommunismus, aus dessen Bekämpfung sie früher moralische Legitimität ziehen konnte. Das derzeitige Hauptproblem aber ist die Glaubwürdigkeit; deren Bedeutung nimmt in dem Maße zu, in dem die Welt unüberschaubarer wird. Das Problem ist zum Großteil hausgemacht. Die CSU hat das erkannt; aber wie eine Fliege, die versucht, sich aus dem Spinnennetz zu befreien, verheddert sie sich dabei immer mehr.

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          Timo Frasch

          Politischer Korrespondent in München.

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