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Davos : Mit Untergangspropheten ist keine Zukunft zu gewinnen

Donald Trump in Davos Bild: AP

An Trumps Auftritt in Davos ist Vieles zu kritisieren. Aber in einem Punkt hat er sicher recht.

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          So manches an Donald Trumps Auftritt in Davos gäbe es zu kritisieren. Zum Beispiel seine Selbstbeweihräucherung, die vielleicht in einem Wahlkampfauftritt akzeptabel wäre, vor einem internationalen Publikum schlichtweg peinlich wirkt. Auch kann er mit dem übertriebenen Lob der von ihm geschlossenen bilateralen Handelsverträge nicht die Sorgen jener vertreiben, die das multilaterale Handelssystem für eine wichtige Errungenschaft der Nachkriegszeit halten.

          Paradoxerweise war es in Davos nicht der selbsternannte Marktwirtschaftler Trump, der das für die positiven wirtschaftlichen Ergebnisse der Globalisierung wesentlich mitverantwortliche multilaterale Handelssystem verteidigte, sondern der chinesische Vize-Premierminister Han Zheng, dessen Land in den vergangenen Jahren marktwirtschaftlicher Schwung abhanden gekommen ist.

          Richtig liegt Trump aber mit seiner These, dass die Welt auf Dauer nur vorankommt, wenn sie mit Zuversicht in die Zukunft blickt und nicht im Pessimismus von Untergangspropheten versinkt. Das mochte vor allem an die Adresse Greta Thunbergs gesprochen sein, die im Publikum saß. Aber Thunberg steht nicht alleine.

          Der Weltuntergang ist seit Jahrhunderten immer wieder und immer wieder vergeblich prophezeit worden. Und es stimmt auch, dass Marktwirtschaften am ehesten in der Lage sind, die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Denn ob es um den Klimawandel geht oder eine sichere Versorgung der Menschen mit Trinkwasser: Fortschritt entsteht vor allem durch Innovationen, für deren Entwicklung Marktwirtschaften die beste Ordnung darstellen.

          In der Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren, mit deren Hilfe sich Ökonomie und Ökologie versöhnen lassen, liegt eine große Chance gerade für die deutsche Wirtschaft und ihre leistungsfähige Industrie. Untergangspropheten, die wahlweise das Ende des Vaterlandes, der Umwelt, der Geldwirtschaft oder der Ersparnisse an die Wand malen, gibt es auch in Deutschland. Auch mit ihnen ist keine Zukunft zu gewinnen.

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