https://www.faz.net/-gpc-94atm

Die von Ihnen angeforderte Seite kann leider nicht ausgeliefert werden. Das tut uns leid. Interessiert Sie eine andere Geschichte von der aktuellen FAZ.NET-Homepage?

Appell aus Washington : Deutschland soll Botschafter aus Nordkorea abziehen

  • Aktualisiert am

„Ruft Euren Botschafter zurück“, fordert die Sprecherin des amerikanischen Außenministeriums, Heather Nauert. Bild: dpa

Nach dem nordkoreanischen Raketentest hat das amerikanische Außenministerium den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Berlin und Pjöngjang gefordert. Donald Trump baut derweil in eine nüchterne Rede eine wüste Beschimpfung ein.

          Die Vereinigten Staaten haben das Auswärtige Amt in Berlin aufgefordert, seinen Botschafter aus Nordkorea abzuziehen. Länder mit diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea sollten diese abbrechen, um den Druck auf Nordkorea im Atomstreit mit dem kommunistischen Land zu erhöhen, sagte die Sprecherin des amerikanischen Außenministeriums, Heather Nauert, am Mittwoch in Washington. „Ruft euren Botschafter zurück“, sagte sie mit Blick auf Deutschland.

          Die Bundesrepublik gehört anders als die Vereinigten Staaten zu den Ländern, die bisher ihre diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea trotz dessen Atomprogramm aufrechterhalten haben. Deutschland wird gegenwärtig von dem Diplomaten Thomas Schäfer in Nordkorea repräsentiert.

          Deutschland habe sich im Kampf gegen das System nordkoreanischer Zwangsarbeiter im Ausland bereits als hilfreicher Partner erwiesen, sagte Nauert.

          Trump beschimpft Kim Jong-un: „Kranker junger Hund“

          Das Problem Nordkorea betreffe nicht nur die Vereinigten Staaten, fügte sie hinzu. „Nordkorea bedroht die gesamte Welt.“ Es bedürfe gemeinsamer weiterer Anstrengungen, um die Führung in Pjöngjang an den Verhandlungstisch zu bewegen. China und Russland stünden besonders in der Verantwortung. Einer Verhandlungsgrundlage, dass die Vereinigten Staaten im Gegenzug für einen Verzicht Nordkoreas auf die Raketen- und Nuklearprogramme auf gemeinsame Manöver mit Südkorea in der Region verzichten könnten, erteilte sie abermals eine Absage.

          Die Forderung nach dem Abbruch diplomatischer Beziehungen bekräftigte auch die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley. In einer Dringlichkeitssitzung der Vereinten Nationen rief Haley alle Länder dazu auf, ihre diplomatischen und Handelsbeziehungen mit Pjöngjang zu beenden. Zugleich warnte Haley, "im Falle eines Kriegs" werde die Führung in Nordkorea "vollkommen zerstört" werden.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat in einer Rede zur geplanten Steuerreform am Mittwoch unversehens Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un beschimpft. Wenn die Steuern wie vorgesehen gesenkt würden, bedeute das für die Wirtschaft Raketentreibstoff - „rocket fuel“, sagte Trump am Mittwoch in St. Charles (Bundesstaat Missouri). Das Wort „rocket fuel“ brachte ihn offensichtlich dazu, „little rocket man“ zu sagen, eines der Schimpfwörter, mit denen Trump Kim Jong-un wegen dessen international viel kritisierten Raketenprogramms belegt.

          Dann sagte Trump: „Er ist ein kranker junger Hund“ („sick puppy“) – was auf niemand anderen gemünzt sein konnte als auf Kim. Im nächsten Satz kehrte der Präsident zum Hauptthema seiner Rede zurück, den Steuern.

          Weitere Themen

          Steigender Unmut, verschärfte Töne

          Nordkorea : Steigender Unmut, verschärfte Töne

          Beschlagnahmter Frachter, verstopfte Kommunikationskanäle: Monate nach dem gescheiterten Gipfel in Hanoi steht es nicht gut um den politischen Friedensprozess auf der koreanischen Halbinsel. Auf der Sachebene aber gibt es Hoffnung.

          Topmeldungen

          Bayern-Sieg im DFB-Pokal : Geballte Münchner Klasse

          Nach dem Meistertitel in der Fußball-Bundesliga sichert sich der FC Bayern nun das Double. Die Münchner setzen sich im Pokalfinale gegen RB Leipzig durch. Vorstandschef Rummenigge bestätigt anschließend: Trainer Kovac bleibt.
          Coworking in Berlin

          Arbeitsumfeld : Frauen sind in wärmeren Räumen produktiver

          In Büros sollten höhere Temperaturen eingestellt werden, empfehlen Forscher aus Berlin und den Vereinigten Staaten. Sie haben ein Experiment gemacht, demzufolge Frauen mit zunehmender Wärme leistungsfähiger werden. Aber was ist mit den Männern?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.