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DAS BESTE LESEN MIT F+ : Dunkle Seiten der Macht und mehr Blick auf Ihr Privatvermögen

Mal einen anderen Blick wagen: Hochhäuser in Frankfurt von unten Bild: Helmut Fricke

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          Liebe Leserin, lieber Leser, erinnern Sie sich noch? Ehedem war es Ehrensache, auf der Karriereleiter eine Führungsposition anzustreben. „Sie wollen hier doch alle Häuptlinge werden“, sagte einst ein BWL-Professor an meiner Uni in Münster – und erntete ein ablehnendes Stöhnen im Hörsaal, das vor drei Jahrzehnten gewiss nicht von allen Anwesenden ernst gemeint war. Heutzutage aber häufen sich die Indizien dafür, dass tatsächlich immer weniger Menschen Lust darauf haben, eine Chefrolle zu übernehmen. Das könnte unter anderem an neuen Führungsstilen liegen, die das Managerdasein komplexer machen. Hierarchien sollen flacher werden, Führungskräfte ihre Mitarbeiter eher beraten und coachen, anstatt den Boss raushängen zu lassen. Agil sollen die Manager von heute ihre Teams leiten. Doch nur wenige haben eine genaue Ahnung davon, wie sie das angehen sollen. Außerdem verändert die Rolle manche Menschen zum Schlechten.

          Carsten Knop

          Chefredakteur digitale Produkte.

          Unsere Kollegin Ursula Kals hat sich deshalb angeschaut, was Macht mit Menschen macht. Wer bestimmen darf, anderen sagen darf, wo es langgeht, wer Verantwortung übernimmt, der ist nicht mehr derjenige, der er vorher war. Bleibt er moralisch integer, oder wird er gar korrupt? Sicher nicht, wenn er oder sie einen geradlinigen Charakter hat – könnte man meinen. So einfach ist die Sache aber nicht. „Natürlich ist es hilfreich, wenn man über eine höhere Selbstreflexion verfügt als andere. Aber ich denke nicht, dass das eine Charakterfrage ist“, sagt Marion Schenk. Die Psychologin ist Geschäftsführerin des „Systemischen Instituts für Führung und Beratung“ in Berlin. Was aber immunisiert gegen die dunklen Seiten der Macht? Ich sage mal Reisen in der 2. Klasse, U-Bahn, Ticketautomat, Motel One … aber lassen Sie sich überraschen.

          Bescheiden bleiben trotz höheren Gehalts? Möge es möglichst vielen Chefs gelingen. Aber wo in Deutschland verdienen Chefs eigentlich am besten? Der neue Gehaltsatlas der F.A.Z. zeigt, dass Hessen im Vergleich mit den anderen 15 deutschen Bundesländern die Nase vorn hat. Im Schnitt verdienen Beschäftigte mit einer Leitungsfunktion in der Bankenstadt 101.171 Euro brutto im Jahr. Wollen Sie wissen, wie es in den anderen Bundesländern und einzelnen Branchen aussieht? Den vollständigen Bericht von Nadine Bös, unserer Ressortleiterin für die Beilage Beruf & Chance, finden sie hier. Eine Überraschung nehme ich schon mal vorweg: Es sind keineswegs die Unternehmen der Finanzbranche, in denen die hessischen Chefs die besten Gehälter erzielen.

          Ein Trost für alle, die nicht zu höchsten Weihen streben: Man muss gar nicht Chef sein, um bei ordentlicher Haushaltsführung über Jahre und Jahrzehnte hinweg ein kleines oder größeres Vermögen zu bilden. Jedenfalls verfügen mehr Deutsche über ein solches, als sie es zugeben wollen. Um noch ein Bonmot meiner Münsteraner Studienzeit zu erwähnen, erinnert mich das, was jetzt kommt, an den Chef des Prüfungsamtes, der im ersten Semester außerdem Buchhaltungs-Grundkurse gab. Der hielt von Silvester grundsätzlich wenig, lobte das Jahresende aber als Feiertag aller Buchhalter. Auf den Stichtag der Bilanz, darauf könne man wirklich anstoßen. Denn tatsächlich ist es ein guter Brauch, zu Beginn des Jahres Bilanz zu ziehen. Nur tun das aus der Sicht unseres Finanzfachmanns Volker Looman viel zu wenige Menschen mit Blick auf ihr Privatvermögen. Dabei, so Looman, sei die Privatbilanz nie so wichtig wie heute gewesen. Das liege an den Wertsteigerungen der Immobilien und Aktien. Darüber solle man sich, erstens, länger freuen als gemeinhin üblich, und zweitens überlegen, wie man das entsprechende Vermögen zukunftssicher und einfach strukturiere. Looman wäre nicht Looman, hätte er dafür nicht ein paar gute Tipps parat.

          Ihr Carsten Knop
          Chefredakteur Digitale Produkte
          Frankfurter Allgemeine Zeitung

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