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F.A.Z.-Sprinter : Eiserner Vorhang, sterbender Gletscher

Unser Sprinter-Autor: Cai Tore Philippsen Bild: Robert Wenkemann

Vor 30 Jahren bekam der Eiserne Vorhang in Ungarn erste Risse. Wo der Kampf für die Freiheit auch heute noch ein brandaktuelles Thema ist und warum mit dem Gletscher Ok gar nichts okay ist, steht im F.A.Z.-Sprinter.

          Heute vor 30 Jahren hat sich die erste Lücke im Eisernen Vorhang aufgetan. Beim sogenannten Paneuropäischen Picknick an der der ungarisch-österreichischen Grenze flüchteten rund 600 DDR-Bürger spontan nach Österreich. Zehntausende folgten, Ungarn stellte sich den Menschen nicht mehr in den Weg. „Dies war ein ganz wichtiger Baustein in der Frage, dass wir zur Maueröffnung und dann auch zur Deutschen Einheit kommen konnten“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel, die heute mit Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban an die Grenzöffnung erinnert. Andreas Mihm hat Flüchtlinge, Helfer und Grenzer von damals getroffen – im Video erzählen sie ihre eindrucksvolle Geschichte.

          Cai Tore Philippsen

          Leitender Redakteur vom Dienst bei FAZ.NET

          Auch drei Jahrzehnte später ist der Kampf um die Freiheit brandaktuell. In Hongkong gingen am Sonntag Hunderttausende auf die Straßen und demonstrierten – zumindest an diesem Tag friedlich – gegen das kommunistische Regime in Peking. Es ist übrigens nicht nur die Angst vor der Erosion der Freiheit, die die Mittelklassejugend auf die Straße treibt. Es ist auch die Angst vor dem drohenden sozialen Abstieg, schreibt unsere China-Korrespondentin Friederike Böge. Die Entschlossenheit der Protestierenden und der ungewisse Ausgang des Konflikts sollten der EU vor Augen führen, wie dringlich eine gemeinsame Politik gegenüber China entwickelt werden muss, kommentiert Reinhard Veser.

          Nachdem Angela Merkel in Ungarn an die Vergangenheit erinnert hat, wird sie sich noch am gleichen Tag rund dreitausend Kilometer Luftlinie entfernt in Island mit der Gegenwart und Zukunft auseinandersetzen. Die Bundeskanzlerin ist von den skandinavischen Regierungschefs zu deren Treffen eingeladen worden. Ein Schwerpunkt: das Klima. Wie dramatisch der Klimawandel ist, machte die isländische Ministerpräsidentin Katrin Jakobsdottir deutlich. Sie erklärte den geschmolzenen Gletscher Okjökull für tot und ließ eine Gedenktafel anbringen. Auf isländischer und englischer Sprache ist darauf ein „Brief an die Zukunft“ formuliert, eine eindringliche Mahnung an künftige Generationen. Kira Kramer hat die Hintergründe dieser ungewöhnlichen Aktion recherchiert. Vielleicht kann Katrin Jakobsdottir die einstige „Klimakanzlerin“ ja überzeugen, ihr Zögern aufzugeben und in den letzten Jahren ihrer Regierungszeit noch einmal ein kräftiges Zeichen gegen die Erderwärmung zu setzen.

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          Und sonst? Erinnert die „New York Times“ an die ersten Sklaven, die im August 1619 an der amerikanischen Ostküste ankamen und an Siedler verkauft wurden. Ein Unrecht, das die Vereinigten Staaten bis heute verfolgt. Will die große Koalition die umstrittene Mietpreisbremse bis 2025 verlängern. Geht der Wahlkampf in Sachsen und Brandenburg in seine heiße Phase. Bleibt der Streit zwischen Annegret Kramp-Karrenbauer und Hans-Georg Maaßen sowie die verärgerte Reaktion der ostdeutschen CDU-Politiker darauf das bestimmende Thema.

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          Donald Trump warnt China vor dem Einsatz von Gewalt in Hongkong. Sollte es „einen weiteren Tiananmen-Platz“ geben, wäre es „sehr schwierig“, ein Handelsabkommen zu schließen.

          Der in „Adrian Darya-1“ umbenannte Supertanker mit iranischem Öl verlässt nach 45 Tagen Gibraltar. Zuvor versuchte Washington, das Schiff beschlagnahmen zu lassen.

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