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Nach Terror : Halles Oberbürgermeister muss in die Stichwahl

  • Aktualisiert am

Bernd Wiegand Bild: dpa

Der Oberbürgermeister von Halle muss um seine Wiederwahl bangen. Der parteilose Amtsinhaber Bernd Wiegand erreichte im ersten Wahlgang keine absolute Mehrheit und muss nun in die Stichwahl.

          1 Min.

          Eine Stichwahl muss das Rennen um den Oberbürgermeisterposten in Halle entscheiden. Bei der Abstimmung am Sonntag, wenige Tage nach dem Terroranschlag in der größten Stadt Sachsen-Anhalts, lag Amtsinhaber Bernd Wiegand zwar mit 44 Prozent der Stimmen deutlich vorn, wie die Wahlleitung bekannt gab. Der parteilose Politiker verpasste jedoch die absolute Mehrheit und muss am 27. Oktober in der Stichwahl gegen den rot-rot-grünen Kandidaten Hendrik Lange (Linke) antreten. Lange kam dem vorläufigen Ergebnis zufolge auf gut 25 Prozent der Stimmen.

          Die Hallenser machten deutlich häufiger von ihrem Wahlrecht Gebrauch als vor sieben Jahren: Mehr als 42 Prozent der rund 191 000 Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. Damals hatte die Beteiligung bei 34,6 Prozent gelegen.

          Der verlängerte Wahlkampf der verbliebenen Kandidaten wird nicht von der Aufarbeitung des Terroranschlags vor wenigen Tagen zu trennen sein. Am 9. Oktober hatte ein bewaffneter Mann versucht, in die mit mehr als 50 Gläubigen besetzte Synagoge einzudringen. Als das misslang, erschoss er eine 40 Jahre alte Passantin und kurz darauf einen Mann in einem nahen Dönerimbiss. Bei seiner Flucht schoss er ein Ehepaar an und verletzte es schwer. Ein 27-jähriger Deutscher hat gestanden, die Tat aus antisemitischen und rechtsextremen Motiven begangen zu haben. Er sitzt in Untersuchungshaft.

          Nach der Tat hatten die Kandidaten ihren Wahlkampf eingedampft und die meisten Veranstaltungen abgesagt.

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