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Von der Leyen will Kasernen modernisieren : Kitas, Internet und Flachbildfernseher

  • Aktualisiert am

Verteidigungsministerin von der Leyen: „Müssen als Arbeitgeber sehr flexibel reagieren“ Bild: REUTERS

Verteidigungsministerin von der Leyen will in den nächsten fünf Jahren 100 Millionen Euro investieren, um die Bundeswehr zu einem der attraktivsten Arbeitgeber zu machen. Es geht um 29 Projekte - vom Ausbau der Kinderbetreuung bis zu moderneren Unterkünften in Kasernen.

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          Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will 100 Millionen Euro investieren, um die Arbeitsbedingungen bei der Bundeswehr zu verbessern und nach dem Ende der Wehrpflicht einen personellen Aderlass der Armee zu verhindern. „Die Freiwilligenarmee Bundeswehr soll jedem Vergleich mit der Wirtschaft standhalten“, erklärte die Ministerin am Freitag bei der Präsentation des ersten Großprojekts seit ihrem Amtsantritt im Dezember.

          Die 29 Maßnahmen des auf fünf Jahre angelegten Pakets sehen unter anderem vor, dass Offiziere nicht mehr so häufig versetzt werden wie bisher. Zudem sollen die oft maroden Unterkünfte in den Kasernen auf Vordermann gebracht und mit Annehmlichkeiten wie Fernsehern und kostenlosem Internetzugang ausgestattet werden.

          „In einer Gesellschaft, die sich rasant wandelt, ändern sich auch die Erwartungen des Einzelnen an seinen Arbeitsplatz“, sagte von der Leyen. „Darauf müssen wir als Arbeitgeber sehr flexibel reagieren - sonst stehen wir demnächst in leeren Fluren und auf leeren Kasernenhöfen.“

          Die Armee soll familienfreundlicher werden

          Weil die Bundeswehr oft weitaus mehr verlange als Unternehmen, müssten die Arbeitsbedingungen umso besser sein. Dazu gehöre auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wo nötig, sollen deshalb in den Kasernen weitere Kitas eingerichtet werden.

          Bisher unterhält die Bundeswehr selbst zwei Kitas, elf weitere Kinder-Betreuungseinrichtungen in den Kasernen werden von Fremdfirmen betrieben. Der Frauenanteil unter den etwa 185.000 Soldaten der Bundeswehr liegt derzeit bei zehn Prozent und soll langfristig auf etwa 15 Prozent wachsen.

          Ganz konkrete Verbesserungen wird es auch für Soldaten im Einsatz geben: Sie sollen künftig unbegrenzt kostenlos telefonieren und im Internet surfen dürfen. Bisher hatten die Soldaten etwa in Afghanistan lediglich 30 Freiminuten pro Woche oder mussten gerade auf See je nach Einsatzgebiet häufig ganz auf den Kontakt mit der Familie verzichten. Dies erhöhte die ohnehin große Belastung für die betroffenen Familien während der monatelangen Abwesenheit der Soldaten, was immer wieder zu Trennungen oder Scheidungen führte.

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