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Verschleierte Termingeschäfte : Ehemaliger Goldman-Sachs-Banker muss ins Gefängnis

  • Aktualisiert am

Der ehemalige Goldman-Sachs-Banker Matthew Taylor Bild: REUTERS

Ein ehemaliger Händler der Investmentbank Goldman Sachs ist zu neun Monaten Haft verurteilt worden. Außerdem muss Matthew Taylor 118 Millionen Dollar an seinen Ex-Arbeitgeber zurückzahlen.

          Ein amerikanisches Gericht hat den ehemaligen Goldman-Sachs-Banker Matthew Taylor wegen nicht genehmigter Milliarden-Geschäfte zu neun Monaten Haft und einer Zahlung von 118 Millionen Dollar an seinen ehemaligen Arbeitgeber verurteilt. Das entspricht exakt der Summe, die Goldman damals durch das nicht genehmigte und zunächst verschleierte Handelsgeschäft verloren hatte. Darüber hinaus muss Taylor nach seiner Haftentlassung 400 Sozialstunden ableisten.

          Taylor hatte seine Vorgesetzen angelogen und Transaktionen erfunden, um 2007 Termin-Geschäfte im Wert von 8,3 Milliarden Dollar zu verschleiern. Der heute 34-Jährige wurde kurz darauf entlassen und wechselte zunächst zu Morgan Stanley. Inzwischen hat der Vater zweier Kinder in Florida mit seiner Frau eine Poolreinigungs-Firma gegründet. „Wir haben versucht, uns ein neues Leben weit weg von der Wall Street aufzubauen“, sagte Taylor dem Gericht.

          Der zuständige New Yorker Richter William Pauley erklärte in seinem Urteilsspruch, der Fall stehe beispielhaft für alles, was an der Wall Street und bei der Regulierung falsch laufe. Mit diesen Worten verurteilte der Richter nicht nur die vorherrschende Kultur an Wall Street, sondern gab auch zu verstehen, dass er mit den Aufsehern, die die Bürger eigentlich vor derartigen Fehlentwicklungen im Finanzwesen schützen sollen, nicht zufrieden ist. So habe die zuständige Commodity FuturesTrading Commission fünf Jahre gewartet, bis sie endlich rechtliche Schritte gegen Taylor eingeleitet habe, kritisierte Richter Pauley.

          Der Richter sparte zudem nicht mit Kritik an Taylors ehemaligem Arbeitgeber selber. Goldman Sachs habe Taylor zwar entlassen, sei ansonsten aber offenkundig nicht weiter besorgt gewesen über dessen Fehlverhalten. Andernfalls hätte Goldman Sachs nicht stillschweigend zugesehen, wie Taylor bei der Konkurrenz - namentlich Morgan Stanley - anheuerte, und hätte die Behörden über das Fehlverhalten ihres ehemaligen Händlers informiert, monierte Pauley.

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