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Truppenstärke in Krisenländern : Pentagon korrigiert Zahlen nach oben

  • Aktualisiert am

Mehr als 15.000 amerikanische Soldaten sind in Afghanistan im Einsatz Bild: AFP

Nach Angaben des Pentagons sind fast 26.000 Soldaten in Afghanistan, Syrien und im Irak im Einsatz. Das sind deutlich mehr, als die Regierung zuletzt bekannt gab. Grund ist wohl die Zählweise.

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          Das amerikanische Verteidigungsministerium hat mit widersprüchlichen Angaben zur Truppenstärke im Ausland für Verwirrung gesorgt. In einem am Montag veröffentlichten Quartalsbericht nennt die zuständige Statistikabteilung des Ministeriums Zahlen, die erheblich über den offiziellen Regierungsangaben zur Truppenstärke in Afghanistan, im Irak und in Syrien liegen.

          Den neuen Angaben der Pentagonabteilung zufolge waren zum Stichtag 30. September 15.298 Soldaten in Afghanistan, 8892 Soldaten im Irak und 1720 Soldaten in Syrien im Einsatz. Die Regierung hatte zuletzt offiziell die Zahl ihrer Soldaten in Syrien auf 503 und im Irak auf 5262 beziffert. Die zuletzt für Afghanistan genannte Einsatzzahl lag bei 14.000.

          Die Diskrepanz liegt möglicherweise an politisch begründeten unterschiedlichen Zählweisen: Die frühere amerikanische Regierung unter Präsident Barack Obama hatte sich eine strikte Begrenzung der Truppenzahlen in den Krisenländern zum Ziel gesetzt; um die selbst gesteckte Marke nicht zu überschreiten, fielen Teilnehmer bestimmter kurzfristiger Einsätze und bestimmte Personalklassen aus der offiziellen Statistik heraus.

          Pentagon-Sprecher Rob Manning sagte in Reaktion auf die Verwirrung um die Zahlen zu, sein Ministerium werde sich künftig „so transparent wie möglich“ zu den Einsatzzahlen äußern. Derzeit könne er aber keine weiteren Angaben zu der auffälligen Diskrepanz machen.

          Gerade im August hatte das Pentagon die Zahlen der Soldaten in Afghanistan nach oben korrigiert. 11.000 Soldaten sollen es demnach gewesen sein. Das Ministerium wies damals darauf hin, dass die höheren Zahlen auf verschiedene Berichtsrichtlinien zurückzuführen seien, die Truppenzahl sei nicht erhöht worden.

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