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Atomkraftwerk Saporischschja : Die Angst vor dem GAU

Ukrainische Arbeiter im Kontrollraum des Atomkraftwerks Saporischschja Bild: dpa

Putins Truppen haben das Atomkraftwerk in Saporischschja besetzt und misshandeln die Mitarbeiter. Ein Reaktorunfall könnte auch Europa verseuchen.

          6 Min.

          Seit Monaten liegt das größte Atomkraftwerk Europas in einem Kriegsgebiet. Um die Provinzhauptstadt Saporischschja herum wird geschossen, aus kleinen und aus größeren Rohren. Menschen sterben, und noch viel mehr Menschen fliehen. Sollte hier ein Reaktorunfall passieren, wird niemand sagen können: Es war ein Tsunami, es geschah plötzlich wie in Fukushima. Seit sechs Monaten schon hält die russische Armee die Gegend besetzt. Die erste Hiobsbotschaft, das nächtliche Video von einem alles überstrahlenden Stern, vermutlich einer Leuchtrakete, die direkt vor den Kraftwerksgebäuden landete, erreichte die Welt am 4. März.

          Gerhard Gnauck
          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Saporischschja bedeutet „hinter den Stromschnellen“. In dem Doppellaut, der im Deutschen mit „schsch“ wiedergegeben wird, meint man das Rauschen der Wasser des mächtigen Dnipro zu hören. An diesem Strom, auf Russisch Dnjepr genannt, liegt die Stadt.

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