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Tunesien : Wahlsieg der Islamisten zeichnet sich ab

  • Aktualisiert am

Bei der Stimmenauszählung in Tunis Bild: AFP

Nach der Wahl zur verfassunggebenden Versammlung in Tunesien scheint ein deutlicher Sieg der islamistischen Partei Ennahda wahrscheinlich. Die Wahlbeteiligung lag nach ersten Angaben bei mehr als 90 Prozent.

          Nach ersten inoffiziellen Berichten zeichnet sich bei den Wahlen in Tunesien ein deutlicher Wahlsieg der islamistischen Ennahda ab. Gemeinsam mit der Partei „Kongress für die Republik“, die mit Ennahda koalieren will, schien am Montag eine Mehrheit in der verfassunggebenden Versammlung möglich. Verlierer wären demnach die sozialdemokratisch-liberalen Parteien, allen voran die PDP. Offizielle Ergebnisse sollen erst an diesem Dienstag veröffentlicht werden, einen Tag später als zunächst angekündigt. Die Wahlleitung begründete dies unter anderem mit der hohen Beteiligung.

          Die Wahlleitung teilte am späten Sonntagabend mit, mehr als neunzig Prozent der registrierten Wahlberechtigten hätten ihre Stimme abgegeben. Im Sommer hatten sich gut vier Millionen der insgesamt gut sieben Millionen wahlberechtigten Tunesier in die neuen Wählerlisten aufnehmen lassen; entgegen ursprünglichen Plänen durften die anderen am Sonntag in eigens eingerichteten Wahlbüros wählen, indem sie ihren Personalausweis vorzeigten.

          Die Markierung der Finger mit dunkler Tinte sollte verhindern, dass Wähler mehrfach ihre Stimme abgeben. Die Wahlleitung sowie die Beobachtungsmission der EU teilten mit, dass es am Sonntag keine größeren Unregelmäßigkeiten gegeben habe. Der amerikanische Präsident Barack Obama beglückwünschte „Millionen Tunesier, die an der ersten demokratischen Wahl ihres Landes teilgenommen haben, das den Lauf der Geschichte verändert und den arabischen Frühling in Gang gesetzt hat.“

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