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Terror in Paris : IS bekennt sich – Hollande sieht „Kriegsakt“

  • Aktualisiert am

Frankreichs Präsident François Hollande am Morgen in Paris Bild: AFP

Die Anschläge in Paris mit mindestens 128 Toten sind nach den Worten des französischen Präsidenten von der Extremisten-Miliz Islamischer Staat verübt worden: „Das ist ein Kriegsakt“. Francois Hollande ordnete drei Tage Staatstrauer an.

          • In Paris haben in der Nacht zu Samstag mehrere Terrorattacken stattgefunden. Mindestens 128 Menschen starben dabei.
          • Insgesamt gab es an sechs verschiedenen Orten der französischen Hauptstadt Anschläge. Die mit Abstand meisten Opfer gab es beim Überfall auf eine ausverkaufte Rock-Show in der Konzerthalle „Bataclan“.
          • Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ hat sich zu den Anschlägen bekannt.
          • Frankreichs Präsident Francois Hollande spricht von einem „Kriegsakt“ des IS
          • Die französische Regierung hat den Ausnahmezustand verhängt. In Paris gilt bis Donnerstag ein Versammlungsverbot.
          • Die Attacken wurden von mindestens acht Tätern verübt.
          • Die acht Angreifer starben. Ein Terrorist wurde von der Polizei erschossen, die anderen sprengten sich selbst in die Luft. Unklar ist, ob weitere Attentäter fliehen konnten.
          • In Frankreich wurden drei Tage Staatstrauer angeordnet, auch in Deutschland wehen die Flaggen auf Halbmast.
          • Sicherheitsvorkehrungen weltweit verschärft

          Der französische Präsident François Hollande hat die Anschlagsserie von Paris mit mehr als 120 Toten als „Kriegsakt“ bezeichnet. Für die Anschläge machte er die Terrorgruppe Islamischer Staat verantwortlich. Die "barbarischen" und "feigen" Anschläge seien im Ausland "vorbereitet, organisiert, geplant" worden, mit Hilfe von Komplizen in Frankreich. Unklar war zunächst, ob alle Attentäter bei den Anschlägen getötet wurden oder ob einige fliehen konnten.

          Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ hat sich inzwischen auch zu Anschlägen den Anschlägen bekannt.  In einer am Samstag im Internet veröffentlichten Erklärung hieß es, „acht Brüder“ mit Sprengstoffgürteln und Sturmgewehren hätten einen „gesegneten Angriff“ auf das „Kreuzzug-Frankreich“ verübt. Die Angriffsziele seien „bewusst im Herzen von Paris ausgewählt“ worden, hieß es in der Erklärung weiter.

          Bei den Anschlägen waren am Abend zuvor nach neuesten Erkenntnissen mindestens 128 Menschen getötet und rund 250 weitere verletzt worden waren. In einem offenkundig abgestimmten Vorgehen griffen nahezu zeitgleich mindestens acht Männer eine Konzerthalle, das Nationale Fußballstadion "Stade de France" und verschiedene Restaurants sowie Bars an und töten willkürlich Gäste und Passanten. In der Konzerthalle Bataclan erschossen vier Bewaffnete systematisch mindestens 87 Menschen. "Die Menschen fielen wie Domino-Steine um", sagte ein Augenzeuge. Er habe drei schwarz gekleidete Männer
          gesehen, die mit Sturmgewehren bewaffnet gewesen sein. Der Reporter des Radiosenders Europe1, Julien Pearce, war in der Halle, als die Schießerei begann. Mehrere sehr junge Personen seien in das Gebäude gekommen und hätten wahllos das Feuer aus Kalaschnikows in die Menge eröffnet, berichtete er. "Da lagen überall Leichen." Die Attentäter hätten ihre Waffen in aller Seelenruhe nachgeladen, um dann mit den Erschießungen fortzufahren. Er selber sei über einen Nebenausgang auf die Straße geflüchtet und habe dabei ein verletztes Mädchen auf seiner Schulter getragen.

          Polizeibeamte suchen Beweismaterial in Trümmern unter einem mit Blut bespritzen Wegweiser in der Nähe des Stade de France. Bilderstrecke

          Einige Zeugen berichteten, die Bewaffneten hätten islamische Gesänge angestimmt und Frankreichs Intervention in den syrischen Bürgerkrieg verdammt. Sondereinsatzkräfte der Polizei stürmten die Halle, um das Massaker zu beenden. Dabei zündeten die Attentäter nach Polizeiangaben ihre Sprengstoffgürtel.

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