https://www.faz.net/-gy9-9re4y

Schlusslicht : Wo bleibt da der Sex?

Sexbombe Bild: AFP

Warum kräht kaum noch ein Hahn nach der IAA? Wo doch Autos so sexy machen. Nur beim Elektroauto knistert’s nicht.

          1 Min.

          Ein Aspekt, der in den Diskussionen ums Auto nicht ausreichend Berücksichtigung findet, ist die Erotik. Denn Autos machen sexy. Sagen nicht wir, sondern viele Autofahrer. Gut 7300 davon hat neulich aus Anlass einer „Trendstudie“ ein bekannter Online-Automarkt in sieben Ländern befragt. Siehe da: Europa ist sich einig. Als sexymachende Autos gelten über Grenzen hinweg vor allem Sportwagen, gefolgt von Cabrios auf Platz zwei, beides wenig überraschend. Betrüblicherweise werden Elektroautos als ähnlich unerotisch eingestuft wie Familienkutschen und Kombis. Stattdessen breiten sich, und hier wird’s richtig bitter, auf Rang drei im Sexyness-Ranking die SUV aus. Jeder Vierte der Befragten stufte sie als Erotikfaktor ein. Das gilt wohl selbst für einen Audi Q8 mit Lauflichtblinkern und schildzapfengelagerter 120-mm-Glattrohrkanone.

          Walter Wille

          Redaktion „Technik und Motor“

          Hätte man nicht Auto-, sondern Radfahrer befragt, Klimastreikende oder den Frankfurter Oberbürgermeister, wäre das Ergebnis anders ausgefallen. Der OB vom Main, ein Mann namens Feldmann, mag Busse, Bahnen und Proteste gegen das Auto, wie er zur IAA-Eröffnung in seiner nicht gehaltenen, dafür im Internet veröffentlichten Rede in seiner Eigenschaft als Stadtoberhaupt, Aufsichtsratsvorsitzender der Messe und nicht erwünschte Person ausführte. Naheliegende Frage: Wo liegt in der Sexappealrangliste der Bus 34? Kommt man in der S6 nach Groß-Karben besser rüber als in Straßenbahn 11 zwischen Schießhüttenstraße und Zuckschwerdtstraße? Und gilt das auch für Stoßzeiten? Eine weitere Trendstudie ist fällig.

          Zum Besucherschwund der IAA, die heute zu Ende geht und ihr Totenhemd schon anhat, passt eine Nachricht aus dem benachbarten Hanau. Dort hielt eine Frau in ihrem unsexy Kleinwagen einen Hahn. Bis die Polizei krähte. Autos zu Hühnerställen – warum nicht? Bloß dass der Hahn allein eingesperrt war, ohne Hühner, bei entsprechender Enthaltsamkeit, das geht so nicht.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Nach den britischen Wahlen : Mehr Blair fürs Volk

          Boris Johnson ist mit voller Wucht gegen die „rote Mauer“ des Labour-Herzlands gefahren und hat große Teile davon zum Einsturz gebracht. Warum fühlt man sich jetzt dennoch an einen früheren Labour-Premier erinnert?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.