https://www.faz.net/-gy9-74lwr

Vorschlag der EU : Meldepflicht für Hackerangriffe

  • Aktualisiert am

„Ich bin ein großer Befürworter von Selbstregulierung, aber in diesem Fall fürchte ich, dass wir damit nicht weiterkommen“, sagte Kroes Bild: dpa

Die EU denkt über Meldepflicht für Hackerangriffe nach. Die für die Digitale Agenda zuständige Kommissarin Neelie Kroes will zudem eine Strategie für europäische Cybersicherheit vorlegen.

          1 Min.

          Zum besseren Schutz vor Hackerangriffen denkt die EU auch über eine Meldepflicht von Cyberattacken für Unternehmen nach. „Ich bin ein großer Befürworter von Selbstregulierung, aber in diesem Fall fürchte ich, dass wir damit nicht weiterkommen“, sagte die für die Digitale Agenda zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag). Noch in diesem Jahr wolle sie gemeinsam mit der Innenkommissarin Cecilia Malmström und der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton eine Strategie für europäische Cybersicherheit vorlegen. Dem solle dann ein Gesetzentwurf folgen, der die Konsequenzen für Internet-Anbieter oder Betreiber von Rechenzentren regele.

          Die Menschen müssten darauf vertrauen, dass neue Technologien wie etwa das Cloud Computing sicher seien, sagte Kroes. Andernfalls würden sich das Auslagern von Daten und Diensten ins Internet nicht durchsetzen. Europa würde damit nach ihrer Ansicht die Chance vergeben, die lahmende Wirtschaft in Schwung zu bringen und den Spardruck auf die öffentliche Verwaltung zu mildern. Vom verstärkten Einsatz der Cloud-Technologien verspricht sich Kroes bis 2020 etwa 2,5 Millionen zusätzliche Jobs.

          Weitere Themen

          Kleine Elektroautos voll im Trend Video-Seite öffnen

          „Tiny Cars“ : Kleine Elektroautos voll im Trend

          Klein, bunt und so einfach aufzuladen wie ein Smartphone: die neue Generation der „Tiny Cars". Das Fahrzeug, das in Konkurrenz zu Fahrrädern und Scootern tritt, soll das nachhaltige Verkehrsmittel in den Städten werden.

          Topmeldungen

          Neue Leitungen braucht das Land.

          Subventionen der Regierung : Gefangen im Verwaltungsdickicht

          Die Regierung gibt mehr Geld aus denn je. Doch sie versäumt, mit einfachen Mitteln Bürokratie einzusparen, sagen Kritiker. Und die Planungsbeschleunigung? Verzögert sich.
          Die Bundespressekonferenz im Berliner Regierungsviertel (Archivbild).

          Ermittlungen dauern an : Mitarbeiter des Bundespresseamtes unter Spionageverdacht

          Ein Beschäftigter des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung steht im Verdacht, über Jahre hinweg für einen ägyptischen Geheimdienst gearbeitet zu haben. Der Mann soll im mittleren Dienst tätig gewesen sein. Das Bundespresseamt wollte den Fall nicht kommentieren
          Burak Yilmaz (32), Pädagoge, im Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie in Duisburg

          Junge Migranten : Was gehört zu Deutschland?

          Das Dirndl? Die Shisha-Pfeife? Die Juden? Junge Migranten aus Duisburg sprechen mit einem Sozialarbeiter über Identität und Geschichte. Und warum der Holocaust zur Diskussion über heutige Werte führt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.