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Schlusslicht : Vom Föhne verweht

Eine von Dysons Stärken: der Föhn Bild: Hersteller

Alle sind elektrisiert: Dyson gibt auf, Tesla hält durch, VW bekommt es vielleicht besser hin. Und Porsche und Boeing? Die planen eine Luftnummer.

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          Womöglich zeigen uns die Asiaten doch nicht so rasch, wo der elektromobile Hammer hängt. Weil die deutschen Autohersteller von Audi über Mercedes-Benz und BMW bis VW immer alle Entwicklungen verschlafen, werden sie demnächst vom Markt gefegt. Sagen die Branche durchdringenden sogenannten Experten seit dreißig Jahren. Jetzt wieder. Und dann das: Dyson, der Föhn-Staubsauger-Luftbefeuchter-Lampen-Alleskönner gibt sein von Singapur aus geplantes Vorhaben auf, ein Elektroauto zu bauen. Wirtschaftlich nicht darstellbar, sagt der britische Erfindergeist, trotz, kurz Luft holen, 2,8 Milliarden Euro Budget.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Dyson ist der wohl prominenteste Name auf einer langen, vor allem mit chinesischen und amerikanischen Start-ups und diversen gescheiterten deutschen Managern gespickten Liste fehlgeschlagener Versuche. Womöglich ist es doch nicht so simpel, Autos in Serie zu bauen, selbst wenn sie einen vergleichsweise einfachen Elektromotor an Bord haben. Umso mehr ist Elon Musk zu bewundern, der mit Tesla unverdrossen durchhält, obgleich er Million um Million verbrennt. Hoffen wir mal, dass Volkswagen mit seiner anlaufenden ID-Reihe dergleichen besser hinbekommt. Sonst gerät der voll unter Strom stehende Vorstandsvorsitzende Herbert Diess womöglich in Erklärungsnot und muss noch ein Start-up gründen.

          Wenn das mit der Ansiedlung der Autoindustrie nicht klappt, dann müssen eben Lufttaxis her, denkt sich Singapur jetzt und will auf ferngesteuert fliegende Drohnen zum Personentransport setzen. Es gibt Menschen, die halten das für noch ein klein wenig ambitionierter als am Boden rollende Elektroautos, aber das sind diese ewigen Bedenkenträger. Bestimmt klappt das schon ganz bald, immerhin setzen seit dieser Woche auch Porsche und Boeing in einem Gemeinschaftsprojekt darauf. Deren Elektrodrohne wird selbstverständlich das Sporttaxi unter den Luftnummern. Namensvorschlag: 911 Max.

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