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Volvo Neuvorstellungen : Die nächsten Schritte in die Zukunft

Viel Blech, schmale Fenster: Der Volvo-Prototyp als Limousine Bild: Hersteller

Volvo stellt seine kleine Plattform vor, die „mutiges Design mit wegweisender Technik“ verspricht. Kommen soll der neue 40er voraussichtlich 2017.

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          Volvo scheint auf dem richtigen Weg zu sein. Der Entschluss, sich von Fünf- und Sechszylindermotoren zu verabschieden, hat den Schweden offenbar nicht geschadet. 2015 wurden erstmals mehr als eine halbe Million Volvo im Jahr abgesetzt. Vor allem der neue XC90, der auch als Plug-in-Hybrid angeboten wird, findet reges Interesse. In den Startlöchern stehen zudem V90 und S90.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Das älteste Auto der Modellpalette ist der kompakte V40, in dem sogar noch Gene von Ford zu finden sind. Der amerikanische Hersteller hatte die schwedische Marke 2010 an Geely aus China verkauft, seitdem erlebt Volvo eine unerwartete Blüte, wohl weil Geely sich nicht in das Tun der Schweden einmischt.

          Eine rundum neue Architektur

          Jetzt hat Volvo in Göteborg gezeigt, wie die Zukunft des V40 aussehen soll. Präsentiert wurden zwei Prototypen, ein SUV - wie könnte es anders sein - und eine Limousine. Die beiden Konzeptfahrzeuge beruhen auf einer rundum neuen, kompakten Modular-Architektur (CMA). Volvo-Chefdesigner Thomas Ingenlath verspricht „mutiges Außen- und Innendesign mit wegweisender Technik auf den Gebieten Konnektivität, Elektrifizierung und autonomes Fahren“.

          Als SUV: der Volvo-Prototyp des XC40

          Hinsichtlich der Technik ist Volvo noch wenig konkret. Klar ist, dass es ein rein (batterie-)elektrisches Modell geben wird, dazu Plug-in-Hybrid-Varianten mit Benzin- plus Elektromotor. Diese tragen das Kürzel T5. Ein neuer Dreizylinder (1,5 Liter Hubraum, abgeleitet vom 2,0-Liter-Vierzylinder, der unter anderem im XC90 zum Einsatz kommt) wird mit einem Elektromotor kombiniert. Um die Kraftübertragung kümmert sich ein ebenfalls neues Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Angetrieben werden ausschließlich die Vorderräder.

          Schwerpunkt auf dem Elektrischen

          Reine Verbrennungsmotoren dürften ebenfalls noch im Angebot sein, mit 1,5 Liter Hubraum, Benziner oder Diesel. Aber der Schwerpunkt für Volvo soll auf dem Elektrischen liegen. Es wurde die Absicht bekräftigt, bis 2025 eine Million elektrifizierter Fahrzeuge zu verkaufen. Neben dem Elektroauto auf der CMA-Plattform soll bis spätestens 2019 ein elektrisches Modell auf der größeren, skalierbaren Produktarchitektur (SPA) auf den Markt kommen.

          Peter Mertens, Entwicklungschef von Volvo, meint, mit dem modularen Ansatz bei der Fahrzeugarchitektur und in der Antriebsentwicklung schon viele Mitbewerber im Oberklassesegment überholt zu haben. Die 40er-Reihe wird erst nächstes Jahr den Beweis antreten können. Produktionsstart sei „voraussichtlich“ 2017, heißt es aus Göteborg.

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