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Unterwegs bequem tippen : Bürostimmung mit iPad und Android-Smartphones

  • -Aktualisiert am

Fast ein Notebook: Bluetooth-Tastatur mit dem Samsung Galaxy Tab N10 im Case der Key Folio von Kensington Bild: Pardey

Größere Smartphone-Bildschirme machen Handys interessant für mobile Büroarbeit. Erst recht beim Tablet-PC stellt sich die Frage: Wie funktioniert unterwegs Textverarbeitung?

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          Einfach nur unformatierten Text zu verfassen, das erscheint heute als geradezu primitiv. Allenfalls die Länge der Texte, die man mit zwei Daumen tasten und auf dem Handydisplay darstellen kann, erscheint diskussionswürdig. In den zu Tablets, Smartphones und ihren Betriebssystemen Hilfestellung leistenden Foren und Buntblättern dreht sich alles um anderes: ob Fußnoten einer grafisch gestalteten Seite oder die Bildunterschrift einer vom Text umflossenen Illustration korrekt so wiedergegeben werden, wie sie die Kollegin mit einer Office-Suite auf dem Windows-PC oder einem Mac produziert hat. Und wie man mittels Stift oder Fingerspitze auf dem kapazitiven Touchscreen in Rechenblättern oder Präsentationsgrafik Autorenkorrekturen letzter Hand anbringen kann - oder eben nicht.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Im Zeichen des angebissenen Apfels ist weder die reine Texterfassung noch eine hübsche Dokumentengestaltung problematisch. Apples iPad hat den Vorzug, länger auf dem Markt zu sein, bei den Apps hat man deutlich mehr Auswahl als etwa auf dem Android Market. Geht es um schlichtes Schreiben ohne Schnickschnack, können wir Office2 HD (6 Euro) empfehlen. Wie der Name bereits andeutet, besteht das Paket aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentations-Software. Was man auf dem Bildschirm sieht, ist schlicht gehalten - aber funktional und vor allem weitgehend kompatibel mit der Microsoft-Familie. Die Dokumentenabteilung versteht sogar Office Open XML von Word 2010, das Excel- und Powerpoint-Pendant reichen bis Office 2003. Allerdings wird nicht jede Finesse 1:1 übernommen.

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          Der große Pluspunkt von Office2HD ist seine geschickte Datensynchronisation mit dem PC oder Mac. Zum einen lässt sich per Wireless-Lan auf die von Office2HD verwalteten Dateien zugreifen. Im Datei-Explorer gibt man einfach eine http-Adresse ein, schon kann man seine Dokumente drahtlos kopieren. Zum anderen erlaubt die Software eine nahezu perfekte Dropbox-Anbindung, und nicht nur das. Unterstützt werden auch weitere Cloud-Speicher wie Google Docs, My Disk, box.net sowie WebDAV-Speicher, wie ihn etwa T-Online oder GMX anbieten. Der jeweilige Dienst muss nur einmal eingerichtet werden und steht anschließend wie ein Laufwerk zur Verfügung. Man kann Ordner anlegen, vom Cloud-Speicher aufs iPad kopieren - oder direkt auf dem externen Speicher arbeiten.

          Teile und tippe: Auf dem iPad läuft Office 2 HD mit Bravour

          Apples hochgelobtes Pages (8 Euro) hält hier nicht ansatzweise mit. Zugegeben: Es bietet hinsichtlich Layout, Grafikeinbindung und Gestaltung deutlich mehr als die Konkurrenz und darf schon fast als kleines Desktop-Publishing-System gelten. Aber das Zusammenspiel mit anderen Diensten beschränkt sich auf die iCloud und iWork von Apple sowie WebDAV, hier fehlt also einiges. Documents to Go Premium von Data Viz (14 Euro) ist zwischen diesen beiden Extremen angesiedelt: Alle wichtigen Cloud-Dienste werden unterstützt, ferner die Microsoft-Formate bis einschließlich Office 2010. Diese App ist auch für den Blackberry und unter Android laufende Geräte zu haben.

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