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Umstellung auf IP-Telefonie : Telekoms Märchen

  • -Aktualisiert am

Die Stunde der Geschichtenerzähler ist angebrochen, zumindest bei der Telekom. Mit der Umstellung der Festnetzanschlüsse auf die Internettechnik müssen Verträge gekündigt und Router neu programmiert werden.

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          Die Stunde der Geschichtenerzähler ist angebrochen, zumindest bei der Telekom. Mit der Umstellung der Festnetzanschlüsse auf die Internettechnik müssen Verträge gekündigt und Router neu programmiert werden. Das macht niemand gern, vor allem nicht der Kunde, der die Hauptlast trägt - und zur Kasse gebeten wird, weil zum Beispiel alte Geräte nicht mehr funktionieren.

          Doch die Berater der Telekom sind Geschichtenerzähler. Sie machen es dem Kunden leicht, die Kröte zu schlucken, und schieben zum Beispiel alles auf die EU: Die Telekom müsse umstellen, Brüssel habe veranlasst und schreibe vor. Der typische EU-Wahnsinn, gegen den man nicht mehr ankomme.

          Oder die Geschichte, dass man hier und jetzt umstellen müsse, weil spätestens 2016 die Einführung der Internettelefonie kostenpflichtig würde. Sofort zugreifen, oder es wird richtig teuer. Gern wird auch im Falle einer Störung darauf hingewiesen, dass die Leitung zur Vermittlungsstelle sehr lang sei. Da komme es naturgemäß zu Beeinträchtigungen, Abhilfe schaffe allein der Wechsel zu IP. Fast könnte man meinen, dass im Hause Telekom jemand einen Preis für die abstruseste Geschichte ausgelobt hätte.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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