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Trends auf der IFA : Flache Fernseher weiter Lieblinge der Branche

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Schmaler, flacherer, edler: Die neuen Geräte lassen kaum noch Wünsche offen Bild: picture-alliance/ dpa

In diesem Jahr werden die Top-Modelle erneut größer und flacher ausfallen. Bei der Auswahl unter den aktuellen Modellen kann der Verbraucher kaum noch etwas falsch machen. Dennoch setzen große Hersteller zahlreiche eigene neue Technologien ein.

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          Flachbild-Fernseher gehören auf der IFA in Berlin schon traditionell zu den Lieblingen sowohl der Hersteller als auch des Publikums. Schließlich gelten die schlanken Geräte auch als einer der wichtigsten Umsatzmotoren in der Unterhaltungselektronik. In diesem Jahr werden die Top-Modelle der großen Hersteller erneut größer und flacher ausfallen. Bei anhaltend starkem Preisdruck konnten sich zuletzt auch einige Billiganbieter im Markt erfolgreich positionieren. Dennoch stieg im vergangenen Jahr der Durchschnittspreis für einen Fernseher nach Angaben des Branchenverbandes gfu erneut um zwei Prozent auf 784 Euro.

          In Sachen Bildqualität könne der Verbraucher bei der Auswahl unter den aktuellen Modellen der flachen Fernseher kaum noch etwas falsch machen, sagte Henrik Köhler, Geschäftsführer bei Philips. Während es über die vergangenen vier Jahre „fast eine Revolution“ gegeben habe, sei die Bildqualität bei den heutigen Geräten mit dem „Full HD“-Logo weitgehend ausgereift. Dennoch setzen die großen Hersteller zahlreiche eigene neue Technologien ein, um zum Beispiel die Bildschärfe, die Farbsättigung und die Wiedergabe bei schnellen Bildfolgen weiter zu optimieren.

          Schmaler, flacherer, edler

          Sony wird voraussichtlich mit einer Auswahl von OLED-Fernsehern einen Ausblick auf die nächste Generation von TV-Geräten in Berlin geben. Zu den großen Vorteilen von Displays aus organischen Leuchtdioden (OLED steht für organic light emitting diode) gehört, dass sie deutlich günstiger und stromsparender sind und die Geräte auf die Dicke einer Folie schrumpfen könnten.

          Der Trend geht weiter zu immer schmaleren Bildrahmen, flacheren und edlen Geräten in minimalistischer Gestaltung. Für ausgefallenes Design lässt diese Entwicklung inzwischen nur noch wenig Spielräume. Es werde zunehmend schwieriger, sich mit Design von der Konkurrenz abzuheben, sagt Professor Peter Zec, Industrie-Designer und Initiator des „red dot design awards“. Mit einer eigenen Linie setzt allerdings das niederländische Elektronikunternehmen Philips einen Kontrapunkt und führt in seiner neuen „Aurea“-Serie wieder leichte Rundungen ein.

          Mit völlig neuen Materialien hat unterdessen Samsung experimentiert und zeigt nun in Berlin eine neue Reihe von TV-Modell mit Rahmen in sogenanntem „Chrystal Design“. Dabei soll es sich um ein ökologisch besonders verträgliches Material handeln, das durch eine bestimmte Herstellung (Injection) in zwei verschiedenen Farben changiert.

          Eigenen Rezepturen für die optimale Darstellung

          Fernseher mit Flüssigkristall-Bildschirm (LCD) haben sich gegenüber den Plasma-Fernsehern zuletzt mit einem Anteil von 82 Prozent am Umsatz als eindeutige Gewinner bei den Konsumenten etabliert. Nach „HD ready“ setzt sich als Standard für hochwertige Bildwiedergabe die Bezeichnung „Full HD“ durch. Geräte mit diesem Logo geben in insgesamt 1080 Bildzeilen jedes einzelne Pixel eines HD-Films wieder. Bereits im Mai habe der Anteil an „Full HD“- Fernsehern unter den verkauften Geräten bei 24 Prozent gelegen, nach Wert erreichten Full-HD-TVs einen Anteil von 41 Prozent, sagt Sascha Lange von Toshiba.

          Die Qualität der Bildwiedergabe soll zumindest bei den neuen Modellen kaum noch Wünsche offen lassen. Für die optimale Darstellung von Filmen in HD-Qualität haben die meisten großen Hersteller ihre eigenen Rezepturen entwickelt. Für eine ruckelfreie, stabile und farbechte Wiedergabe des Bildes setzt beispielsweise Philips seine „Perfect Pixel“-Technologie ein. Sony sorgt bei seinen neuen Bravia- Geräten mit dem „Engine 2 Pro“ genannten Filter für billante Farben und die optimale Wiedergabe der verschiedenen Film-Signale. Toshiba hat in den Geräten seiner ZF-Serie die „Resolution Plus“ genannte Technologie integriert, die aus Filmen in Standard-Auflösung gestochen scharfe Bilder in HD-Qualität machen soll.

          „Wir produzieren die Formel-1-Wagen des LCD-TV-Marktes“

          Mit neuer Technik und einem wachsenden Markt ist die Unterhaltungselektronik allerdings deutlich in Vorleistung getreten. Auch Jahre nach Marktstart des ersten flachen Fernsehers würden noch immer über 99 Prozent der TV-Inhalte in Standardauflösung ausgestrahlt, betont Lange. Viele Elektronikhersteller hat das lange Zögern der Fernsehsender fast mürbe gemacht. „Wir produzieren die Formel-1-Wagen des LCD-TV-Marktes, sind jedoch unter den aktuellen Bedingungen gezwungen, im Schritttempo zu fahren“, sagt Frank Bolten, Deutschland-Chef von Sharp.

          Doch inzwischen haben die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten einen Plan zur schrittweisen Einführung des HD-Fernsehens bis 2010 vorgelegt. Hierzulande strahlt der deutsch-französische Kanal Arte bereits seit Juli sein Programm in HD-Qualität über Satellit aus. „Jetzt wird endlich auch für die Zuschauer sichtbar, dass HDTV keine ferne Medien-Utopie, sondern der planvolle Übergang zu einer ganz neuen Erlebnisqualität des Fernsehens ist“, sagt Dietrich Westerkamp von der Deutschen TV-Plattform.

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