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Michael Spehr (misp.)

Trend : Twitter im Museum

  • -Aktualisiert am

„Tweet up your cultural life“ heißen Veranstaltungen, die es nicht nur in Frankfurt gibt. Gemeint ist eine neue Form der Museumsführung: Twitternde Besucher teilen mit Smartphone und Tablet PC ihre Eindrücke.

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          War das mittelalterliche Stammbuch ein Vorläufer von Facebook? Und dessen Minimaleintrag eine Art Gefällt-mir-Daumen? Diese und andere Fragen machen während der Museumsführung die Runde, und zwar im Internet auf Twitter. Es gibt Hinweise und Bemerkungen aus der Web-Gemeinde, und die Kuratorin im Frankfurter Museum für Angewandte Kunst hat plötzlich nicht nur eine überschaubare Besuchergruppe vor sich, sondern quasi die gesamte netzaffine Öffentlichkeit online zugeschaltet.

          “Tweet up your cultural life“ heißen solche Veranstaltungen, die es nicht nur in Frankfurt gibt. Gemeint ist eine neue Form der Museumsführung: Twitternde Besucher teilen mit Smartphone und Tablet PC ihre Eindrücke. „Tweet up“ haben in Frankfurt die PR-Beraterin Ulrike Schmid und die Medienwissenschaftlerin Tanja Neumann begründet, und auf www.kultup.org lassen sich einige Ergebnisse der ersten Events nachverfolgen. Für Kuratoren und Twitterer ist das Ganze anstrengender als eine herkömmliche Führung. Aber die Interaktion im Netz hat auch Vorteile, vor allem für die Museen: Aufmerksamkeit und Reichweite werden signifikant erhöht. Wer live nicht dabei sein kann, sieht eine Zusammenfassung des Twitterstroms auf Storify, und mit der Suche nach dem Hashtag #Kultup kann man „in Frankfurt ins Museum gehen, ohne Berlin zu verlassen“, wie ein Twitterer schreibt.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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