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Effizient und sauber? : Der Kohleeinstieg von Datteln

Zeichen eines Friedensangebots? Kaum ein Neubau ist derzeit so umstritten wie das Steinkohlekraftwerk Datteln IV, das nun doch ans Netz gegangen ist. Bild: dpa

Mit Datteln IV ist das letzte Kohlekraftwerk des Landes doch noch ans Netz gegangen. Betreiber und Politik preisen dessen moderne Technik und präsentieren das Werk als effiziente Stütze der Energiewende. Zu Recht?

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          Wenn weißer Rauch in den Himmel steigt, ist das meist ein Zeichen von Einigung und Hoffnung. Wenn jetzt weißer Dampf aus dem 180 Meter hohen Kühlturm im nordrhein-westfälischen Datteln steigt, sieht die Lage anders aus. Denn ob das neue Steinkohlekraftwerk, zu dem der Turm gehört, überhaupt ans Netz gehen soll und darf, darüber wurde seit Jahren und bis zuletzt erbittert gestritten. Vor Gericht, in Parlamenten und vor Ort mit Aktivisten. Ursprünglich war geplant, den 1100 Megawatt-Block schon 2011 in Betrieb zu nehmen. Juristische Auseinandersetzungen und Baumängel haben für neun Jahre Verspätung gesorgt. Nun ist Datteln IV doch ans Netz gegangen, obwohl der Ausstieg aus der Kohle bis zum Jahr 2038 längst beschlossene Sache ist.

          Anna-Lena Niemann

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Und nach dem „Ob“ streitet man sich nun über das „Warum“. Wegen der sonst drohenden Entschädigungszahlungen an den Betreiber, heißt es von den einen. Die anderen sagen: weil es doch besser sei für die Versorgungssicherheit des Landes, ein modernes Kraftwerk laufen zu lassen und dafür lieber die Stecker bei Blöcken zu ziehen, die 40 Jahre und älter sind. Datteln IV wird als moderne und damit im Vergleich auch klimafreundlichere Anlage verkauft. Doch was ist da dran? Wie grün kann ein Steinkohlekraftwerk überhaupt sein?

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