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Weingläser im Vergleich : Tief ins Glas geschaut

Bild: Frank Röth

Einen schlechten Wein kann kein Glas der Welt retten. Aber einem gelungenen Wein kann das Glas den letzten Schliff geben. Denn die Form beeinflusst den Geschmack.

          7 Min.

          Aus irgendeinem Glas muss man den Wein ja trinken, wenn man nicht aus der Flasche nuckeln will. So weit sind sich alle einig. Doch aus welchem Glas? Müssen es mundgeblasene Gläser sein, oder genügen maschinengefertigte? Braucht man für roten und weißen Wein unterschiedliche Gläser, oder reicht ein Universalglas? Für welchen Wein muss es bauchig, für welchen schlank sein? Oder ist es gar sinnvoll, sich für jede Rebsorte ein Glas anzuschaffen? Wer heutzutage in den gutsortierten Handel geht, verliert ohne Beratung schnell den Überblick. Vor etwa fünfzig Jahren war die Entscheidung noch einfach. Damals führte für Weinenthusiasten kein Weg an Riedel vorbei. Die Manufaktur aus Kufstein erfand 1973 mit der Sommelier-Reihe und deren prägnanter Eiform das Weinglas gewissermaßen neu. Die Aromen steigen wie durch einen sich verjüngenden Kamin nach oben und konzentrieren sich in der Öffnung des Glases.

          Knapp ein Jahrzehnt später erwachte allmählich die Konkurrenz. Spiegelau präsentierte die Willsberger-Collection, die den Namen ihres Designers bis heute trägt. Er war zu jener Zeit hauptsächlich Herausgeber der Zeitschrift „Gourmet“. Willsberger machte es anders als Riedel, indem er einen leichten Knick im unteren Bereich des Glases einführte und es in die Breite zog, so dass dieses ein wenig der Form eines Diamanten gleicht und daher „diamond shape“ genannt wird.

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