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Soda Stream im Dauertest : Dann lasst uns mal das Wasser sprudeln

Flasche mit Wasser füllen, in den Sprudler stellen und mit Kohlensäure befüllen Bild: Wolfgang Eilmes

Keine Kisten mehr schleppen und Sprudelwasser zum Schnäppchenpreis. Das klingt verlockend. Wir haben uns einen Soda Stream gekauft und einiges damit erlebt.

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          Der Getränkehändler im Heimatort ist die Ruhe selbst. Noch nicht einmal die Tatsache, dass wir seit geraumer Zeit alles bei ihm holen, nur kein Mineralwasser, kann ihn erschüttern. Klar, sagt er mit kaum verhohlener Abscheu, immer mehr Leute kauften sich solch einen Wassersprudler. Die kämen aber alle wieder.

          Lukas Weber
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Wir nicht. Seit fast zwei Jahren haben wir den Crystal von Soda Stream im Einsatz. Wenngleich die Erfahrungen damit zum Teil zwiespältig sind, wovon noch zu berichten sein wird, werden wir gewiss weiter selbst sprudeln. Die Frage nach dem Warum ist schnell beantwortet: Die Deutschen sind ein Volk von Sprudeltrinkern; im Ausland, wo man die vertrauten taillierten Flaschen vergebens sucht, wird das Wasser dagegen meist eher still genossen. Weil das Trinkwasser, das hierzulande aus den Leitungen strömt, zu den am schärfsten kontrollierten Lebensmitteln gehört, spricht nichts dagegen, es selbst mit Kohlendioxid zu versetzen. Das erspart es den Besitzern der dafür vorgesehenen Geräte, das erfrischende Nass in Kisten nach Hause zu schleppen, und der Umwelt lange Transportwege.

          Flasche sofort entnehmen

          Die Idee an sich ist nicht neu, erste Wassersprudler kamen in den 1970er Jahren auf den Markt. Wir haben noch solch ein Gerät im Keller stehen, es ist sogar funktionstüchtig - indessen gibt es keine Kartuschen mehr dafür. Dass uns das mit dem Crystal abermals passiert, ist unwahrscheinlich, das israelische Unternehmen Soda Stream ist unter einem Dutzend Anbietern solcher Geräte bei weitem der Marktführer. Unsere Wahl fiel aus mehreren Gründen auf den Crystal: Erstens finden wir das Design schick, was sicher Geschmacksache und auch abhängig von der Kücheneinrichtung ist. Vor allem aber werden für dieses Gerät Karaffen aus Glas verwendet. Dieses Material war schon zu Zeiten, als wir noch Kisten geschleppt hatten, erste Wahl. In Plastikflaschen wird das Wasser schneller schal, außerdem bilden wir uns ein, dass es anders schmeckt.

          Die zum Crystal passenden Karaffen haben eine bauchige Form mit einer Verzierung aus Wülsten, fassen aber nur 0,6 Liter. Sie sind elegant genug, dass wir sie vor Gästen auf den Tisch stellen, und machen den Eindruck, als könne man damit einen Lattenzaun zusammennageln. Uns ist ein Exemplar aus der Hand gefallen und auf die Steinfliesen geklatscht, Karaffe und Boden haben dabei zum Glück keinen Schaden genommen. Die mit einem Schraubverschluss aus Kunststoff abgedeckte Öffnung ist so breit, dass man zum Reinigen gut mit der Flaschenbürste hineinkommt, die Karaffe ist spülmaschinenfest.

          Sie wird also bis zum Markierungsstrich mit kaltem Wasser aus dem Hahn gefüllt und in die Halterung geschoben. Diese kippt nach vorn, sobald der Verschluss mit dem Verriegelungsschieber geöffnet wird. Gleichzeitig fährt der Gerätekopf nach oben. Karaffenhalter hineindrücken, Gerätekopf nach unten, Verriegelung schließen - die Flasche braucht nicht mehr wie in älteren Modellen geschraubt zu werden. Dann kann das Sprudeln beginnen. Die Bedienungsanleitung empfiehlt mehrere kurze Stöße, die mit dem dicken Druckknopf auf der Oberseite ausgelöst werden. Das Gas strömt sodann vernehmlich, und über die Zahl der Stöße soll der Grad des Sprudelns eingestellt werden können. Nach vier bis fünfmaligem Betätigen des Sprudlers öffnet sich ein Überdruckventil, mehr geht nicht. Verschluss öffnen - dabei zischt es, leichte Verluste an CO2 lassen sich also konstruktionsbedingt nicht vermeiden (der Betriebsdruck ist mit 10 bar angegeben). Der Gerätekopf fährt nach oben, zugleich schwenkt der Karaffenhalter heraus. Die Flasche sollte dann sofort entnommen und möglichst rasch zugeschraubt werden, damit nicht noch mehr Geist entweicht.

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