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Wechselspiele : Die Uhrenwelt ist in Bewegung

  • -Aktualisiert am

Umzugsunternehmen: Einige Hersteller präsentieren ihre Neuheiten nun in Genf statt in Basel. Bild: martin haeussermann-movement media

Nach dem Krisenjahr 2016 kommt in die Uhrenwelt endlich wieder Bewegung. Das sieht man auch auf der Messe SIHH in Genf. Hier werden Zeitmesser gezeigt, auf die man tatsächlich noch sparen kann.

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          Das Krisenjahr 2016 war für viele Akteure der Uhrenwelt Anlass genug, die eigene Unternehmensstrategie, Modell- und Preispolitik zu überdenken. Im Rahmen dieser Überlegungen haben sich sechs Uhrenhersteller dazu entschlossen, ihre neuen Produkte statt in Basel nun in Genf zu präsentieren. Namhaftester Neuzugang des 28. Salon de la Haute Horlogerie (SIHH) ist Hermès mit einem repräsentativen Messestand, dazu gesellen sich die Nischenmarken Armin Strom, De Witt, F.P. Journe, Romain Gauthier und Ferdinand Berthoud, die sich mit kleineren Ständen in dem Carré des Horlogers, frei übersetzt: Platz der Uhrmacher, angesiedelt haben.

          Mit 35 Uhrenmarken hat sich die Zahl der Aussteller innerhalb von drei Jahren mehr als verdoppelt. Und das scheint noch nicht das Ende zu sein. Immerhin ist die kleine Marke Ferdinand Berthoud eine Tochtergesellschaft der großen Firma Chopard, dem in Genf ansässigen Hersteller von Schmuck und Uhren der Luxusklasse. Außerdem wurde Zenith Mitglied der Stiftung Fondation de la Haute Horlogerie (FHH), Organisatorin des SIHH. Damit hat nicht nur die Traditionsmanufaktur aus Le Locle selbst, sondern es haben auch deren Schwestermarken Hublot oder TAG Heuer in Genf einen Fuß in der Tür. Außerdem schickte der Flurfunk Gerüchte über weitere wechselwillige „Basel-Marken“ in die Runde, die bisher allerdings nicht bestätigt wurden. Man darf gespannt sein.

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