https://www.faz.net/-gy9-pk2j

Telekommunikation : Telefonieren wie in „Krieg der Sterne“

  • Aktualisiert am

Hologramm-Telefone sind in Japan kein Zukunftsszenario mehr Bild: AP

Fernsehtelefone gehören offenbar bald schon wieder der Vergangenheit an, denn nun können Anrufer sogar dreidimensional bewundert werden: Mit dem „SeeLinder“, einem Hologramm-Telefon, das von japanischen Wissenschaftlern entwickelt wurde.

          1 Min.

          Wer erinnert sich nicht an Prinzessin Leia, die im Science-Fiction-Epos „Krieg der Sterne“ ihrem treuen Roboter R2D2 eine dringende Hologramm-Botschaft mit auf den Weg ins All gibt. Bald schon könnte diese Art der Kommunikation Wirklichkeit werden: Susumu Tachi, Professor an der Fakultät für Computer-Wissenschaft und Physik der Universität Tokio, stellte ein neuartiges Hologramm-Telefon vor.

          Der Sprecher stellt sich dabei in eine Box, in der Kameras eine 360-Grad-Aufnahme seines Gesichtes erstellen. Das Telefon schickt das dreidimensionale Bild über den Äther in einen etwa fünfzig Zentimeter hohen Zylinder, wo Unmengen von Dioden und Fiberoptik für die Wiedergabe sorgen.

          „SeeLinder“ kostet 74.000 Euro

          Der Clou: Wer um die Röhre herumläuft, sieht die jeweils passende Seitenansicht des Anrufers. Tachi hat den Zylinder zusammen mit seinem Mitarbeiter Tomohiro Endo entwickelt und in einem Wortspiel „SeeLinder“ genannt (to see: sehen). Dank der Vorrichtung könne eine ganze Familie gleichzeitig telefonieren, auch lasse sich sehr gut eine Konferenzschaltung einrichten, berichtete der Professor.

          Allerdings ist der Apparat noch nicht ganz ausgereift: Der 3D-Effekt funktioniert nicht beim Blick von oben oder von unten, und das Bild ist noch lange nicht so scharf wie bei einem modernen Fernseher. Außerdem kostet der Zylinder umgerechnet stolze 74.000 Euro. Die Erfinder hoffen auf die Massenproduktion, die den Preis rasch senken würde: „Wir denken, dass der Apparat in naher Zukunft auf dem Markt sein kann“, sagte Endo.

          Weitere Themen

          Aus Frust am Laden

          BMW X5 Plug-in-Hybrid : Aus Frust am Laden

          Der neue BMW X5 Plug-in-Hybrid soll eine dreimal größere elektrische Reichweite haben. Einen großen Nachteil gibt BMW dem X5 aber ohne Not mit.

          BMW X5 Plug-in-Hybrid Video-Seite öffnen

          F.A.Z.-Fahrbericht : BMW X5 Plug-in-Hybrid

          Der neue BMW X5 Plug-in-Hybrid soll eine dreimal größere elektrische Reichweite haben. Einen großen Nachteil gibt BMW dem X5 aber ohne Not mit.

          Topmeldungen

          Reicht der Platz? Während der Sommerpause 2019 wurde der Plenarsaal des Bundestags renoviert.

          Mehr als 800 Abgeordnete : Erst die Partei, dann der Staat?

          Die Regierungsparteien können sehr gut damit leben, wenn es immer mehr Abgeordnete gibt. Deshalb bleiben alle Vorschläge für eine Reform so schnell stecken.
          Verfasste laut Dokumenten aus der Stasi-Unterlagenbehörde über zwölf Berichte zu Kameraden: der neue Verleger der „Berliner Zeitung“ Holger Friedrich

          Verleger der „Berliner Zeitung“ : Holger Friedrich war Stasi-Spitzel

          Der neue Besitzer des Berliner Verlags hat für die Stasi NVA-Kameraden observiert. Dem geplanten Bericht der „Welt am Sonntag“ kam der Unternehmer Holger Friedrich mit einer „Stellungnahme in eigener Sache“ zuvor.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.