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Swiss Alp Watch : Verapplet und vererbt

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Vom Saphirglas bis zum Kudu-Leder – für die Swiss Alp Watch zahlt man nicht ohne Grund einen hohen Preis. Bild: Reuters

Sieht aus wie eine Smartwatch, ist aber keine. Hinter der Swiss Alp Watch der Schweizer Traditionsmarke H. Moser verbirgt sich feinste Mechanik – in exklusiver Auflage.

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          Die neueste Herausforderung der Schweizer Uhrenindustrie durch die Elektronik hat zu höchst unterschiedlichen Reaktionen geführt. Sie hat Uhren hervorgebracht, die eher Computer sind, aber im Gewand eines mechanischen Zeitmessers auftreten.

          Die Marke H. Moser, gegründet 1828 in Neuhausen am Rheinfall, hat ein ganz eigenes Statement zu der momentanen Entwicklung abgegeben: Sie hat, statt eine Uhr mit elektronischem Innenleben zu bauen, das Gegenteil getan und eine Uhr im Smartwatch-Design konstruiert, die aber ausschließlich feinste Mechanik enthält. Im rechteckigen Weißgoldgehäuse der Swiss Alp Watch tickt ein Schweizer Manufakturwerk, das hauseigene Handaufzugskaliber HMC 324 mit 100 Stunden Gangreserve. Dieses starke Statement wird nicht dadurch schwächer, dass es mit einem kleinen Augenzwinkern abgegeben wird. Darin steckt vielmehr das Bekenntnis zu den traditionellen Werten, denen Geschäftsführer Edouard Meylan eine nachhaltigere Zukunft zutraut als den kurzlebigen elektronischen Spielzeugen.

          Sehr smart mit vielen Anspielungen an die Apple Watch: Die Swiss Alp Watch von H. Moser.
          Sehr smart mit vielen Anspielungen an die Apple Watch: Die Swiss Alp Watch von H. Moser. : Bild: Hersteller

          Die rechteckige Form (38,2 × 44 × 10,3 Millimeter) der neuen Swiss Alp Watch ist die kleine Verbeugung vor den Smartwatches, das war es aber schon mit Ähnlichkeiten. Angefangen vom Saphirglas über dem Fumé-Zifferblatt mit Sonnenschliff (das Markenzeichen von H. Moser) und applizierten Indizes, den blattförmigen Stunden- und Minutenzeigern sowie der kleinen dezentralen Sekunde bei sechs Uhr nebst Gangreserveanzeige in der oberen linken Ecke bis zum Uhrwerk ist alles feinstes Schweizer Uhrmacherhandwerk.

          Das Kaliber schwingt mit 18.000 A/h, es hat eine austauschbare Moser-Hemmung, eine Spirale mit Breguet-Endkurve, Ankerrad und Anker aus Gold sowie feinste, handgefertigte Verzierungen, die durch den Saphirglasboden zu sehen sind. Fast schon peppig wirkt das Armband aus Kudu-Leder mit einem Futter in Moser-Grün und einer weißgoldenen Dornschließe. „Mit einer Swiss Alp Watch kann man nicht telefonieren, E-Mails verschicken oder den Puls fühlen lassen, aber man kann sie vererben, ohne vorher ein Update installieren zu müssen“, sagt Edouard Meylan. Da ist es wieder, das Augenzwinkern. Vorher muss man aber 27.700 Euro ausgeben für eines der auf 50 limitierten Exemplare dieses Statements.

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