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Bootstechnik der Vendée Globe : Steuerfrei

  • -Aktualisiert am

Allein mit der Maschine: Auch die Deutschfranzösin Isabelle Joschke überlässt das Steuern dem Autopiloten. Es gibt an Bord ganz anderes zu tun. Bild: Ronan Gladu

Die Solosegler der Vendée Globe brauchen ihre Kraft und Konzentration für wichtigere Aufgaben als das Steuern. Diesen Dauerjob übernimmt ein Automat. Mit zahlreichen Sensoren an Bord vernetzt, macht er das besser, als es der Mensch je könnte.

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          Die Vendée Globe findet an der frischen Luft statt. Wie könnte das bei einer 44.000-Kilometer-Regatta auf hoher See auch anders sein. Tatsächlich absolvieren die Segler sie jedoch fast ausschließlich in einem kleinen Kabuff unter Deck. Es hat eine Pritsche zum Schlafen, eine Sitz- und Kochgelegenheit, Instrumente, Rechner und Bildschirme. Während ältere Imoca-60-Boote hinter dem Unterschlupf noch ein halbwegs spritzwassergeschütztes Cockpit draußen haben, sind die neuen Boote weitgehend überdacht. Der deutsche Teilnehmer Boris Hermann beispielsweise segelt die Regatta im Schutz eines oft überspülten, hinten offenen Unterstands. Einzig bei leichtem Wind und entsprechend ruhiger Fahrt kann er unbehelligt von Spritzwasser an Deck gehen. Bei mittlerer Brise wird es nass. Unter voller Fahrt wäscht das Meer regelmäßig mit einem Schwall Wasser über das Boot.

          Gesteuert wird nicht vom Segler selbst. Diese Aufgabe übernimmt ein Autopilot – und zwar praktisch die gesamte Strecke von Les Sables-d’Olonne aus rund um die Welt. Von diesem Hochleistungs-Automaten wird der Segler um die Welt gelenkt. Er macht das besser, als es der Segler selbst könnte. Denn der Autopilot ist nicht nur Tag und Nacht im Einsatz. Er ist bestens vernetzt und immer wach. Fällt das System wegen eines Defekts aus, was vorkommen kann, haben die Einhandsegler ein gravierendes Problem.

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