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Batteriespeicher für zuhause : Sonne für später

Energie vom Dach bis in den Keller Bild: ZB

Solaranlagen liefern den meisten Strom, wenn nur wenig gebraucht wird. Batteriespeicher können das ausgleichen. Die Anschaffung lohnt sich für viele immer mehr.

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          Die Sonne hat ein Problem oder besser fast jeder, der eine Solaranlage hat, mit ihr. Denn so erfreulich es ist, wenn sie wieder kräftig aufs Dach knallt, so ungünstig ist doch der Zeitpunkt. Die Sonne erreicht ihren Höhepunkt und damit den der Stromerzeugung zur Mittagszeit. Wir und all unsere Geräte, die Strom brauchen, eher am frühen Abend. Also wird der eigene Strom mittags ins Netz eingespeist, um abends welchen aus dem Netz einzukaufen. Dieses Prinzip hat lange funktioniert, aber es kommt an seine Grenzen. Weil die Solaranlagen mit ihren deutschlandweit 54 GWp auch das große Netz um die Mittagszeit zunehmend überfordern. Und weil es für ihre Besitzer teuer wird, wenn der Strompreis, den sie zahlen müssen, so viel höher ist als die EEG-Vergütung, die sie für ihren erzeugten Strom bekommen.

          Anna-Lena Niemann
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Auf diesen Moment hat die Batteriebranche lange gewartet. Man kann sagen, es hat sich ausgezahlt. Die Hälfte aller neu angeschafften Solaranlagen kommt inzwischen mit einem Tagesspeicher ins Haus. Wer schon eine Anlage hat, rüstet im Keller in Sachen Batterie kräftig nach. Und mit Solarbatterie lohnt es mitunter, die meist noch tüchtige Technik weiterlaufen zu lassen, auch wenn die garantierte Vergütung nach 20 Jahren passé ist. Wenn die kleinen Speicher, die im Schnitt eine Kapazität von 7 kWh haben, in Zukunft noch netzdienlich arbeiten, könnten sie immerhin einen kleinen Beitrag leisten, um das Stromnetz auch bei wechselhaften Erzeugern besser in Balance zu halten.

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