Großglockner-Hochalpenstraße :
Jetzt kommt die Schneefräse

Von Ulf Böhringer
Lesezeit: 3 Min.
Zwei Dieselmotoren treiben die Fräsen an, einer dient dem Vortrieb, alle sind gleich stark.

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Frühling auf der Großglockner-Hochalpenstraße bedeutet eine Mammut-Schneeräumung. Die eigens dafür entwickelten Rotations-Fräsen sind seit 65 Jahren munter bei der Arbeit. Und kein bisschen altersschwach.

Eisbändiger und Jörgen kämpfen sich von Norden in die Hochgebirgsregion vor, Ander stößt von Süden her in die eisige Höhe vor. Ihnen ist heiß: Die jeweils drei Diesel-Triebwerke laufen unter Volllast, Stunden und Tage. Es ist etwa 10.30 Uhr am vergangenen Mittwoch, als Peter Embacher, Chef der Schneeräumung an der Großglockner-Hochalpenstraße, in fast 2500 Meter Höhe das Kommando zum Stoppen der insgesamt neun Motoren gibt: Bis auf einen Meter Abstand sind zwei der drei stählernen Ungetüme, nach menschlichen Maßstäben längst im Rentenalter, aufeinander zugefahren und haben dabei tonnenweise Schnee zur Seite geschleudert. 17 Tage haben die beiden Räumteams gebraucht, um die Glocknerstraße, die mit fast 50 Kilometern Europas längstes Denkmal ist, vom vielen Schnee dieses Winters zu befreien und wieder befahrbar zu machen.

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