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Ski-Modelle der neuen Saison : Die haben Kohle

Beim sportlichen Allround-Spitzenmodell für Männer beispielsweise, dem iKonic 85 Ti (685 Euro inklusive Bindung), wird kräftiges, metallverstärktes Holz an den Seiten mit einem Espenholzkern in der Mitte kombiniert. Ins Kernmaterial der Damenski (mehrere Modelle von 74 bis 108 mm Mittenbreite) werden für weitere Gewichtseinsparungen zusätzlich über die gesamte Skilänge Kanäle gefräst.

Kein Rückgrat aus Metall

Nordica verwendet ausschließlich Balsaholz, wie man es von federleichten Flugmodellen kennt, als Kernmaterial für die neue Damen-Allmountain-Kollektion namens Belle. In dünnen Schichten wird das durch die teilweise transparente Skioberfläche sichtbare Holz verleimt, was angeblich eine so starke Konstruktion ergibt, dass auf ein Rückgrat aus Metall verzichtet werden kann. Auf unterschiedliche Vorlieben der Kundinnen von platter Piste bis pulvrigem Puder geht Nordica mit unterschiedlichen Mittenbreiten (78, 88, 98 mm) ein, die Preise reichen von 300 bis 500 Euro ohne Bindung.

Eine Tiefschneemaschine von einschüchternden Ausmaßen ist der Freeride-Tourer MTN Lab von Salomon (700 Euro ohne Bindung), mit 115 Millimeter Mittenbreite nicht gerade der Handlichsten einer. Gleichwohl lässt er sich noch passabel bergauf tragen. Karbonfasern, durch die stellenweise transparente Oberfläche sichtbar, verstärken die jeweils nur 1,8 Kilogramm wiegenden Bretter mit leichtem Kern. Eine luftige Honigwaben-Struktur ersetzt an der Spitze den Holzkern - eine Maßnahme, die Gewicht sparen und ein Abtauchen des Skis im Tiefschnee unterbinden soll. Mit dem leicht gerockerten X-Max (Mittenbreite 73 mm, 700 Euro mit Bindung) beglückt Salomon Carving-Fans, die es auf der Piste gern rauchen lassen, Biss und Laufruhe schätzen und auf ein paar Gramm mehr oder weniger pfeifen. Als Mitgift gibt’s eine doppelte Titanschicht und als zusätzliche Beruhigungspille eine beweglich im Ski gelagerte Karbonstrebe („Powerline“).

Völkl stattet immer mehr Modelle mit seinem UVO-Schwingungstilger aus. Dieses etwa 70 Gramm wiegende Teil, das auf einem Elastomer frei schwingen kann, wird in der kommenden Saison auch die Schaufeln der komplett überarbeiteten Allrounder RTM 86 und RTM 84 (900 und 850 Euro mit Bindung) beruhigen. Die sind an beiden Enden lang gerockert, aber nicht mehr wie bisher auf voller Länge; mit der Vorspannung unter der Bindung wird der Erkenntnis Rechnung getragen, dass Allmountain-Ski üblicherweise öfter auf der Piste als daneben verwendet werden. Extrem breit ist die neu entwickelte Bindung, die nicht auf einer aufgeschraubten Platte befestigt, sondern in Führungsschlitze geschoben wird, die direkt in den Holzkern gefräst sind. Verlustfreie, äußerst direkte Übertragung der Steuerimpulse vom Schuh verspricht sich Völkl dadurch. „Wie ein Breitreifen.“

Die Straubinger reduzieren weiter Masse und Volumen außerhalb des Bindungsbereichs. Der Holzkern ist an den Rändern dünn wie eine Klinge, in der Skimitte höher. Diese „3D-Ridge-Bauweise“ wird für die RTM-Typen, für mehrere Freeride-Latten sowie die zweite Generation des noblen V-Werks Code verwendet, der dem Käufer Renntechnik in einer vielseitigeren Abstimmung präsentiert. Und außerdem für den „Ultraleicht-Tourer“ VTA 88 Lite (800 Euro ohne Bindung): Ein versteifender Karbonmantel zieht sich über den geschlitzten, aus verschiedenen Hölzern zusammengesetzten Kern. Lediglich 1000 Gramm bringt ein VTA bei 170 Zentimeter Länge und 88 Millimeter Breite auf die Waage.

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