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Ski-Langlauf : In frischer Spur voran

  • -Aktualisiert am

Nur keine Hektik beim Nordic Cruising! Bild:

Ski-Langläufer profitieren von neuen Entwicklungen. Besonders gutmütige Bretter sind „Nordic Cruiser“.

          4 Min.

          Großereignisse wie die Nordische Ski-Weltmeisterschaft in Oberstdorf tragen dazu bei, daß Skilanglauf stärker in den Fokus der Betrachtung rückt. Sie haben diesen Sport, der früher ziemlich unbeobachtet von Fernsehkameras ausgetragen wurde, in allen Details auf die Mattscheibe gebracht. Und damit Erinnerungen und Interesse geweckt: Wäre Langlauf nicht etwas für die eigene Ertüchtigung?

          Vor dem Start steht die Wahl der Ausrüstung. Hier hat sich in den vergangenen Jahren sehr viel getan. Denn daß es mehr oder weniger nur eine Skiform gibt, ist Schnee von gestern. Eine Auffächerung der Modelle hat eingesetzt, nicht zuletzt mit dem seit einiger Zeit propagierten Trend des "Nordic Cruising". Dahinter verbirgt sich ein Dahingleiten im Schnee, bei dem der Ski keine allerhöchste Sportlichkeit ermöglichen soll, sondern bewußt ein beherrschbareres und leichteres Fahren. Ins Schwitzen kommt man dennoch, auch Sturzmöglichkeiten gibt es weiterhin.

          Diagonal oder Skating

          Zwei Fahrtechniken gibt es, den Diagonallanglauf, auch klassischer Stil genannt, und das Skating im Schlittschuhschritt, das der finnische Athlet Pauli Sitonen aus der Not erfand, schneller zu sein als die Konkurrenz. Damit ist schon viel gesagt: Das Skaten ist sportlicher einzustufen. Es erfordert spezielle Ski, die kürzer sind und keine Steighilfe haben, weil man sich mit der Kante abstößt. Und es braucht längere Stöcke und vor allem mehr Armkraft für den Abstoß. Dafür kommt man mit Übung deutlich rascher voran als mancher geübte Langläufer in klassischer Technik.

          Aufgrund seines fordernden Bewegungsablaufs eignet sich Skating nicht für jeden. Aber auch mit der Diagonaltechnik komm man immer noch gut voran. Vorteile sind etwa die Führung der Ski in der Loipe und die bessere Beherrschbarkeit des Tempos je nach Können. Die Diagonaltechnik folgt einem natürlichen Bewegungsmuster: Der rechte Fuß ist zusammen mit dem linken Arm vorn und umgekehrt. Voran kommt man auf den klassischen Ski mit Hilfe der Steigzone in der Mitte der Lauffläche. Entweder befinden sich dort Schuppen, die sich beim Schritt in den Schnee krallen und den Schub voraus ermöglichen. Oder man hat ein wahrhaft klassisches Modell, bei dem je nach Temperatur das passende Haftwachs aufgetragen wird. Zwar ist man mit den Wachsski schneller unterwegs, weil die Reibung der Schuppen entfällt, doch die Wahl des Haftmittels ist eine Wissenschaft, die ganze Seminare füllt.

          Sprayen statt wachsen

          Aber auch für die Freunde des Wachsskis gibt es Erleichterungen: Seit kurzem gibt es das "Start Grip Tape", ein beschichtetes Band, das statt Wachs auf die Haftzone geklebt wird. Es hat einen großen Temperaturbereich von minus 20 bis plus 5 Grad Celsius und funktioniert prima, wie man von Fachleuten hört. Und auf der Sportartikelmesse Ispo stellte Toko jüngst "Grip Spray" vor, es kommt aus der Sprühdose und reicht von minus 20 bis null Grad.

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