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Schnürsenkel aus Gummi : Wie man aus Schuhen Schlüpfer macht

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

In der Geschichte des Schnürsenkels gab es schon oft den einen oder anderen Versuch, diesen zu ersetzen. Eine Version aus Gummi erleichtert das Anziehen.

          2 Min.

          Schon vor rund 5000 Jahren dienten Schnürsenkel den Menschen für besseren Halt in ihren Schuhen. Bis heute muss man diese noch binden. Damit soll jetzt endgültig Schluss sein. „Nie wieder Schuhe binden“, das versprechen die neuen Leazy-Flat-Laces (flache Schnürsenkel) des jungen Frankfurter Herstellers Leacy. In der Geschichte des Schnürsenkels gab es schon oft den einen oder anderen Versuch, diesen zu ersetzen. Wäre es nicht alles viel einfacher, wenn man Schuhe ohne großen Aufwand aus- und wieder anziehen könnte?

          Dieser Fragestellung nahmen sich schon viele Erfinder wie auch bekannte Sportmarken an. So entstanden zum Beispiel die aus Amerika stammenden Hickies.

          Hickies : Schnell gebunden

          Die kleinen Gummibänder sorgen für Halt, indem sie die jeweils gegenüberliegenden Ösen miteinander verbinden. Der Sportartikelhersteller Puma brachte Anfang der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts einen Laufschuh namens „Puma Disc“ auf den Markt, bei dem ein Drehmechanismus, die im Inneren des Schuhs liegenden Schnürsenkel festzieht. Mit einem einfachen Druck auf den Drehsteller ließen sich die Schuhe wieder öffnen. Der wirkliche Durchbruch ist dem Puma-System aber nicht gelungen, die Hickies sind noch sehr frisch auf dem Markt.

          Die Leazy-Flat-Laces sehen mit einer Breite von sechs Millimeter wie gewöhnliche Stoff-Schnürsenkel aus. Sobald man sie aus der Verpackung nimmt, fällt auf, wie ungewöhnlich dehnbar sie sind. Um keine Schleife mehr machen zu müssen, haben die Schnürsenkel am Ende eine verlängerte Nadel, diese hakt sich einfach an der letzten Öse fest.

          Ösen der Test-Turnschuhe waren etwas zu klein

          Zugegeben, es ist schon schwierig, die Schnürsenkel einzufädeln, die Ösen der Test-Turnschuhe waren etwas zu klein für die dickere Plastiknadel mit Widerhaken der Leazy-Laces, somit war es auch nicht möglich, die Empfehlung des Herstellers zu befolgen und sie einzufädeln, während man den Schuh trägt. Der Kunststoffwiderhaken macht zunächst einen stabilen Eindruck, allerdings hat er sich nach mehrfachem Ein- und Ausfädeln der Schnürsenkel ein wenig verbogen und so an Stabilität verloren.

          Trotzdem machen die Laces einen guten Eindruck, der Schuh saß perfekt, weder zu locker noch zu eng, und auch der Werbespruch hält, was er verspricht; die Schuhe ließen sich problemlos an- und ausziehen, ohne die Hände zu benutzen. Auch während des Tragens verloren die Flat-Laces nicht an Spannkraft.

          Insbesondere für Sportler wie Triathleten könnten die neuen Schnürsenkel attraktiv sein, da sie gewährleisten, schnell und einfach in den und aus dem Schuh zu schlüpfen. Außerdem gibt es keine Schleife, die sich lösen könnte. Auch für Schwangere oder Menschen, den es krankheitsbedingt nicht gelingt, sich zu bücken, erleichtern die Flat-Laces von Leazy das Anziehen der Schuhe. Und sie haben nicht nur einen praktischen Sinn, sondern auch einen optischen, denn die Jugend bindet sich meist Schnürsenkel gar nicht mehr, oder die Schleife wird irgendwo im Inneren des Schuhs versteckt.

          Im Vergleich zu den eingangs erwähnten Puma-Sportschuhen, die immer noch im Angebot sind (zirka 60 Euro, 1991 für 250 Mark), sind die Leazy-Flat-Laces mit neun Euro die eindeutig günstigere Möglichkeit, um Schnürschuhe nicht mehr binden zu müssen.

          Die Schnürsenkel sind online beim Hersteller in den Größen S (vier bis fünf Ösen), M ( fünf bis sechs), L (sechs bis sieben) und XL (sieben bis acht Ösen) und in verschiedenen Farben erhältlich. Auch kleine Kinder und vielleicht noch mehr die Eltern werden sich freuen, wenn die Schuhe nicht mehr aufgehen.

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