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Samsung Galaxy Fold : Smartphone, 2000 Euro, faltbar

Der Chef der Samsung Hany-Sparte, DJ Koh, mit dem neuen Falt-Smartphone Bild: AP

Nun ist es wirklich da. Samsung hat das erste faltbare Smartphone in Serienreife vorgestellt. Es kommt Anfang Mai, kostet 2000 Euro und hat aufgeklappt einen Bildschirm, der fast so groß ist wie das iPad Mini.

          Dass Samsung irgendwann ein faltbares Smartphone auf den Markt bringen würde, stand schon länger fest. Auf der Developer Conference im November wurde der Prototyp des „Infinity Flex Display“ auf der Bühne von Samsung-Manager Justin Denison kurz in die Höhe gehalten. Nun klappte er es in seinen Händen abermals in San Francisco auf und zu. Dieses Mal allerdings als fertiges Serienprodukt. Samsung hat zudem viele Details bekannt gegeben, die man wissen muss.

          Zusammengeklappt sieht das Galaxy Fold aus wie ein etwas zu schmal und zu dick geratenes Smartphone. Es erinnert ein bisschen an die Größe eines Brillenetuis. Es hat einen glänzenden Metallrahmen. Der Bildschirm füllt nicht ganz die Vorderseite aus, wie man es mittlerweile von Smartphones wie etwa dem neuen S10 gewohnt ist.

          Das Display hat eine Bildschirmdiagonale von 4,6 Zoll mit einer Auflösung von 840 x 1960 Pixel. Zurzeit gibt es kaum ein Smartphone mit einem solch kleinen Bildschirm. Nur das iPhone SE von Apple ist noch kleiner. Mit dem „ersten“ Bildschirm des Galaxy Fold lässt sich alles machen, was man mit gewöhnlichen Smartphones macht: Mails checken, Whatsapp schreiben, Surfen, etc.

          Entsperrt wird das Fold über den Fingerabdrucksensor an der Seite. Dort öffnet man das Fold, indem man es mit dem Daumen öffnet. Schließt man es, bestätigt es den Vorgang mit einem Klick. Klappt man das Gerät auf, kommt ein zweiter Bildschirm hinzu, dessen mittlerer Rand, wo die beiden Hälften aneinander stoßen, nicht zu sehen ist. Der Mechanismus funktioniert mit einem Scharnier, in dem kleine Zahnräder dafür sorgen, dass sich die beiden Teile sicher hin- und herbewegen lassen. Samsung hat dafür eine „neue Polymerschicht erfunden“. Das Display sei rund 50 Prozent flacher ist als ein typisches Smartphone-Display.  

          Der Clou des Bildschirms ist nicht nur, dass er groß ist. Die Fläche erhöht sich beim Wechsel vom ersten auf den zweiten Bildschirm nicht nur einfach auf 7,3 Zoll in der Diagonalen (Auflösung 1536 x 2152 Pixel). Die jeweilige Anwendung zieht sich sofort auf das große Display auf. Ein anschauliches Beispiel war der Einsatz von Google Maps. Der Kartenausschnitt war zunächst auf dem ersten Bildschirm sichtbar. Klappt man das Smartphone auf, wird der Ausschnitt automatisch größer. Ähnliches funktioniert mit einem Facebook-Posting. Will man das Video anschauen, klappt man das Galaxy Fold auf und sieht das Video in groß. Die Software reagiert also auf die Veränderung des Bildschirms, indem sie sich der neuen Größe anpasst. Die Apps merken sich, in welcher Größe und Anordnung sie vom Nutzer hinterlassen wurden.

          Samsung arbeitet mit Google, Microsoft, Facebook und anderen App-Herstellern zusammen, sodass deren Apps für die Aufklapp-Funktion angepasst sind auf dem neuen Smartphone. Somit lassen sich auch drei Apps gleichzeitig auf dem großen Bildschirm anordnen und bedienen. Auf der Keynote war die Anordnung meist so, dass die linke Spalte von einer App gefüllt war und in der zweiten Spalte ordnen sich zwei Apps übereinander an. Das Galaxy Fold unterstützt also Multitasking mit drei Apps.

          Zusammengeklappt ist der Bildschirm etwa so groß wie beim iPhone SE Bilderstrecke

          Das Galaxy Fold ist natürlich auch attraktiv, um darauf Filme zu schauen. Auf der Keynote wurde ein kurzer Ausschnitt eines Films gezeigt, der in der Netflix-App gestartet wurde. Somit schaut man Filme wie auf einem kleinen Tablet im Querformat, nur dass man dieses in der Hosentasche tragen kann. Für entsprechenden Sound sorgen Lautsprecher von AKG. Samsung hat das österreichische Traditionsunternehmen vor zwei Jahren gekauft.

          Samsung musste zwei Batterien einbauen, weil die beiden Display unabhängig voneinander laufen. Insgesamt kommt das Galaxy Fold auf 4380 Milliamperestunden. Das sollte locker für einen Tag bei normaler Nutzung reichen. Wie auch das S10 hat das Fold PowerShare. Legt man ein anderes Gerät darauf, lädt sich dieses ebenfalls auf.

          Ab Anfang Mai in Europa erhältlich

          Der Arbeitsspeicher ist mit 12 Gigabyte sehr üppig bemessen, der interne Speicher mit 512 Gigabyte ist ebenfalls ordentlich. Natürlich kann man mit dem Fold auch fotografieren. Insgesamt sechs Kameras sind verbaut: Drei auf der Rückseite, zwei im Inneren und eine auf Vorderseite, wenn es zugeklappt ist.

          Zum Preis von 2000 Euro wird es am 3. Mai in Europa auf den Markt kommen. Es wird Versionen mit LTE und 5G geben. Das Fold kommt in den Farben „Space Silver“, „Cosmos Black“, „Martian Green“ und „Astro Blue“.

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